Duisburg-Essen: Der „Lappen“ ist weg

Als einzige Hochschule in NRW hat die Universität Duisburg-Essen in diesem Semester ihren Studentenausweis mit einem elektronischen Ticket verbunden. Das heißt, das zusätzliche Mitführen des NRW-Tickets auf dem Papier fällt weg. Während Studenten, die sich in diesem Semester neu eingeschrieben haben, die „neue“ Chipkarte bereits besitzen, müssen die Anderen noch bis Januar warten.

Universität Duisburg-Essen, Campus Essen. Foto: UDE

Für Studierende der Universität Duisburg-Essen fällt das zusätzliche Mitführen des NRW-Tickets künftig weg. Foto: UDE (Campus Essen)

„Diese 27.000 Karten müssen erst erstellt und personalisiert werden. Dies dauert leider seine Zeit“, begründet Ludwig Ciesielski, Leiter des Studierendensekretariats, die Situation. Mit einem unglaublichen Ansturm auf die Sekretariate im Januar sei jedoch nicht zu rechnen. „Die Ausweise können auf beiden Uni-Campi in einem Zelt abgeholt werden. Dazu werden täglich bis zu sechs studentische Aushilfskräfte jeweils in Duisburg und Essen eingesetzt.“

Alten Ausweise gelten bis 2011

Bis Ende März können die alten Ausweise noch benutzt werden. Das NRW-Ticket auf dem Papier gibt es sogar zusätzlich noch bis Ende des Sommersemesters 2011. „Bei Verlust war das bisher auch eigentlich recht praktisch“, findet Studentin Katharina Sieweke (24). „Man konnte das Ticket überall und jederzeit einfach noch mal ausdrucken. Für das Studiensekretariat bedeutete das in diesem Fall keinen zusätzlichen Aufwand.“

Eine Chipkarte die alles kann: in Duisburg-Essen hat die Zukunft begonnen. Foto: Rainbow-Picture-Productions / pixelio.de

Eine Chipkarte die alles kann: in Duisburg-Essen hat die Zukunft begonnen. Foto: Rainbow-Picture-Productions / pixelio.de

Mit der neuen Chipkarte kann also ab sofort Alles gemacht werden, was das Studentenherz begehrt: In der Mensa bezahlen, Bücher ausleihen, kopieren und schließlich in ganz NRW öffentliche Verkehrsmittel nutzen. „Ich finde es super“, betont Studentin Corinna Bendereit (24). „Schlechte Erfahrungen habe ich damit noch nicht gemacht und verloren habe ich die Karte auch noch nie.“

Erste Hürde ist genommen

Auch die meisten anderen Studenten reagieren positiv auf die neue Entwicklung des Ausweises: „Die Studierenden und der AStA begrüßen diesen neuen Service“, sagt Ciesielski. „In den ersten Tagen gab es einige Beschwerden bei Kontrollen, weil die Deutsche Bahn nicht korrekt informiert worden war. Das wurde allerdings kurzfristig nachgeholt.“ Verbesserungsvorschläge gibt es dennoch: „Toll wäre es, wenn man mit der Karte Bücher für die Uni kaufen könnte und damit auch Vergünstigungen bekäme“, meint Studentin Katharina Knobloch (23).

Gastbeitrag von Martina Rotzal

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