Guerilla-Gruppe Farc gibt Waffen ab

Ab Dienstagnachmittag findet eine historische Abrüstung statt: Um 17 Uhr (kolumbianische Ortszeit 10 Uhr) gibt die Farc in Buenavista, Meta, in Zentral-Kolumbien ihre Waffen ab. Die älteste Guerrilla der westlichen Halbkugel wird dann nicht mehr existieren.

Jean Arnault, Leiter der UN-Mission, bestätigt,  dass 7.132 Waffen in 26 Abrüstungsorten abgegeben werden. Ein Rest bleibt bis zum 1. August zum Schutz dieser Orte in ihrem Besitz. Sie wurden bei der UN angemeldet. 

Nach der Ausrüstung werden die 26 Orte Gebiete für Ausbildung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft sein.

Etwa 780 Guerrilleros nehmen an der Abrüstung teil, darunter 200 aus dem Gefängnis Entlassene, die sich für ihre Handlungen vor dem Sondergericht für Frieden verantworten müssen. 

„Die Übergabe von Waffen ist eine Tatsache. Wir kommen damit einem weiteren Punkt der Verträge nach“, sagt Mauricio Jaramillo, Mitglied des Sekretariats und Leiter des Obstblocks, in einem Interview mit einer lokalen Zeitung. „Uns ist bewusst, dass wir die Erwartungen der kolumbianischen Zivilbevölkerung und der internationalen Gemeinschaft erfüllen müssen.“ 

Bisher hat die Mission 77 verdeckte Orte überprüft und Waffen, Munition und Sprengstoff entschärft.  Dies geben UN-Mitarbeiter bekannt. Der offizielle Staatsakt wird etwa eine Stunde dauern. Präsident Juan Manuel Santos und der Farc Führer Rodrigo Londoño werden ihn leiten. 

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