Bochumer Historiker: Professor hat Studenten nicht geschlagen

Das Bochumer Historische Institut und die Fakultät für Geschichtswissenschaft erklären sich solidarisch mit Prof. Lucian Hölscher. In dessen Vorlesung waren während des „Bildungsstreiks“ am 15. Juni Studierende eingedrungen, um die Anwesenheitsliste zu entwenden. Prof. Hölscher soll daraufhin bei dem Versuch, die Liste zurück zu bekommen, einem Studenten ins Gesicht geschlagen haben. Diesen Vorwurf hatte das studentische „Protestkomitee“ nach den Streiks erhoben. Prof. Hölscher hatte ihnen in einer persönlichen Erklärung widersprochen.

Es gebe nicht den geringsten Grund, an der Darstellung von Prof. Hölscher zu zweifeln, heißt es in der Erklärung der Bochumer Historiker. Den Text hatte die Vorstandsversammlung des Historischen Instituts am Mittwoch angenommen. Die Verfasser der Vorwürfe gegen Professor Hölscher werden aufgefordert, zu einer fairen inhaltlichen Auseinandersetzung zurückzukehren. Die Fachschaft der Fakultät für Geschichtswissenschaft distanziert sich auf ihrer Homepage von Parteinahme ebenso wie von politischer Instrumentalisierung des Vorfalls. Prof. Hölscher habe sich stets durch konstruktive Gesprächsbereitschaftausgezeichnet, betonte die Fachschaft in ihrer Stellungnahme.

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