Dortmund: Prozessauftakt gegen Neonazis

Dortmund. Am Freitag hat vor dem Dortmunder Amtsgericht der Prozes gegen zwei führende Neonazis begonnen. Dennis G. und Alexander D. wird vorgeworfen, einen Überfall auf die 1. Mai-Demonstration des DGB vor drei Jahren organisiert und geleitet zu haben. Die beiden Männer sind wegen Landfriedensbruch und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz angeklagt.

Schon vor Prozessbeginn hatten nach Angaben der Ruhr Nachrichten etwa 50 Vertreter der Grünen und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) vor dem Gerichtsgebäude gegen rechte Gewalt protestiert. Außerdem kritisierten die Demonstranten gegenüber den Ruhr Nachrichten den späten Prozessauftakt erst drei Jahre nach dem Überfall. Bundesweit wurde damals laut Ruhr Nachrichten von einer „neuen Qualität“ rechter Gewalt gesprochen, da es sich bei dem Überfall laut Staatsanwaltschaft nicht um eine spontane Idee, sondern um eine gezielt vorbereitete Aktion gehandelt haben soll. Rund 300 vermummte Rechtsextremisten hatten die Demonstranten damals attackiert – mehrere Personen wurden dabei verletzt.

Für den Prozess gelten besonders hohe Sicherheitsmaßnahmen. Vorerst sind sechs Verhandlungstage angesetzt, 42 Zeugen sind geladen.



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