Kino-Tipp: „Tron: Legacy“

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In Zeiten von StudiVZ, Second Life und Facebook ist die Sogwirkung digitaler Medien mehr denn je ein Thema. Das haben auch die Macher des Kinofilms Tron“ aus dem Jahr 1982 erkannt und jetzt mit „Tron: Legacy“ eine Fortsetzung geschaffen.

Der Student Sam Flynn (Gerrit Hedlund) ist seit seinem achten Lebensjahr bei den Großeltern aufgewachsen. Er lebt von dem Geld, das das Software-Unternehmen seines Vaters Kevin Flynn (Jeff Bridges) abwirft. Seit 25 Jahren ist dieser aber spurlos verschwunden. Sam hat die Nachfolge beim Unternehmen Encom mittlerweile aufgegeben, um aus dem langen Schatten seines Erzeugers zu treten. Dann jedoch geht im Aufsichtsrat eine mysteriöse Nachricht ein. Sie stammt aus dem ehemaligen Büro des Vaters, das in einer alten Spielhalle steht. Hier stößt Sam auf einen Spielautomaten und findet den Eingang zu der digitalen Parallelwelt Tron – und wird unfreiwillig hinein gesogen.

Sam (Gerrit Hedlund) bei einem Duell mit einem Lichtdiskus. Das Wurfgeschoss speichert wie eine Festplatte alles, das die was er in Tron erlebt. Foto: Walt Disney Studios

Sam bei einem Duell mit einem Lichtdiskus. Das Wurfgeschoss speichert wie eine Festplatte alles, was er in Tron erlebt. Foto: Walt Disney Studios

„Tron: Legacy“ wechselt erst beim Schritt in die Computerwelt in die dreidimensionale Darstellung. Um zu erkennen, was in Tron vor sich geht, muss der Zuschauer also seine 3D-Brille aufsetzen, und auch Sam benötigt eine spezielle Ausrüstung: Er findet sich unvermittelt in einem lebensgefährlichen Rollenspiel wieder, in dem er sich als digitaler Gladiator gegen mehrere computergenerierte Gegner wehren muss.

Die Herausforderungen, denen Sam sich stellen muss, hat Regisseur Joseph Kosinski dabei vom Vorgängerfilm „Tron“ übernommen. 1982 sah die Umsetzung aufgrund der – damals wegweisenden – Technik allerdings anders aus: Die Verfolgungsjagden auf leuchtenden Motorrädern, deren Lichtspur tödlich ist, liefen in 90-Grad-Kurven ab, in „Tron: Legacy“ in allen erdenklichen Winkeln.

Sam Flynn auf bei einer tödlichen Verfolgungsjagd auf Light Cycles. Foto: Walt Disney Studios

Sam Flynn bei einer tödlichen Verfolgungsjagd auf einem Light Cycle. Foto: Walt Disney Studios

Sams Vater Kevin Flynn hat Tron damals geschaffen, um mit künstlichen Intelligenzen der Menschheit zu helfen. Sein Sohn Sam muss aber feststellen, dass das System sich mittlerweile gegen seinen Erfinder gewandt hat. Der Programmierfehler Clue setzt alles daran, den neuen Eindringling Sam auszuschalten und in die reale Welt vorzudringen.

Suche nach dem Ausweg

Sam findet schließlich heraus, dass sich sein Vater zum Schutz vor Clue an den Rand der digitalen Welt, des sogennanten „Rasters“, zurückgezogen hat. Kevin Flynn ist ein gebrochener alter Mann, von Jeff Bridges hervorragend gespielt, der den Glauben an sich und sein Werk verloren hat. Dennoch ist er als ehemaliger Administrator der Einzige, der Clue stoppen kann. Zusammen mit der letzten verbliebenen guten künstlichen Intelligenz (Olivia Wilde) suchen Vater und Sohn nach einem Weg.

„Tron: Legacy“ weiß dank guter 3D-Technik und Special Effects zu gefallen. Neue Software also bei alter Hardware: Denn die meisten Schauspieler waren schon 1982 dabei, was Fans des Klassikers freuen wird. Gerade deshalb ist es aber auch schade, dass die Handlung wenig Tiefgang hat.

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