„Selbst tagsüber nicht sicher vor Überfällen“

Teresa Aufmacher

Teresa studiert Hörfunk im Master an der Universität Leipzig. Fünf Monate lang ist sie mit dem Programm „kulturweit“ in Namibia. In Windhoek hilft sie als Redakteurin und Moderatorin bei einem deutschen Radiosender mit.

„Das schönste Erlebnis, das ich hier beim Radio bisher hatte, war die Fußball-Weltmeisterschaft. Ich habe zusammen mit einem Kollegen das Finale kommentiert. Das war unglaublich! Für mich ist das die Königsdisziplin des Radiojournalismus. Ich glaube, in Deutschland hätte ich nie so eine Möglichkeit bekommen und das liebe ich an meinem Job und an diesem Land. Ich kann einfach alles ausprobieren, bekomme viele Chancen mich zu verwirklichen. Hier bin ich keine kleine Praktikantin, sondern eine Kollegin.  

Pressefreiheit in Namibia

Als ich angefangen habe, wurde ich ins kalte Wasser geschmissen. Ich studiere zwar Hörfunk und habe schon viele Radio-Beiträge gemacht, aber moderiert habe ich noch nie! Das konnte ich zum ersten Mal ausprobieren.

Um Naturwunder wie den 'Spielplatz der Riesen' zu sehen, fährt Teresa über 1000 Kilometer - an einem Wochenende

Um Naturwunder wie den ‚Spielplatz der Riesen‘ zu sehen, fährt Teresa über 1000 Kilometer – an einem Wochenende

Erste Erfahrungen als Moderatorin

Inzwischen moderiere ich das Feierabendmagazin, eine Sendung am Nachmittag. Nachrichten sprechen, Interviews führen und was sonst noch anfällt – ich darf wirklich alles machen und finde es großartig, so viel Verantwortung zu übernehmen.

Natürlich gibt es auch nervige Seiten. Allein die Qualität der Arbeit ist hier eine ganz andere; nicht so professionell wie in Deutschland. Es fehlt einfach an Technik, finanziellen Mitteln und an radioerfahrenen Menschen. Oft gibt es kein Internet oder die Software funktioniert nicht. Trotzdem sind meine Kollegen hochmotiviert und ich finde es bewundernswert, was sie unter diesen Umständen auf die Beine stellen.

Handy kommt in die linke Seite vom BH, Geld in die rechte

Dann ist da noch die Sache mit den Überfällen. Wer in Windhoek nachts alleine auf der Straße rumläuft, der riskiert, überfallen zu werden. Auch Gruppen wurden schon überfallen. Ich wurde sogar tagsüber ausgeraubt, direkt vor meinem Hostel. Direkt am ersten Tag wird dir eingebläut, keine Wertsachen mitzunehmen. Das Handy kommt in die linke Seite vom BH, Geld in die rechte.

Namibia ist ein wunderschönes Land. Ich bin viel rumgereist, habe tolle Menschen kennengelernt und möchte meine Erfahrungen nicht mehr missen.“

Was Isabella, Tabea und Keno für Erfahrungen gemacht haben, erfährst du hier: 

Isabella Namibia

Isabella Heck, 22, studiert Bauingenieurwesen in Berlin

 

Tabea Namibia

Tabea Plathoff, 22, studiert                   Soziale Arbeit in Münster

 

Keno Burmester, 27, studiert Politik in Hannover

Keno Burmester, 27, studiert Politik in Hannover                    Foto: privat

 

Fotos: Inga Wonnemann

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