Namibia im Lebenslauf

Elefant Aufmacher NamibiaIm Winter scheint Namibia geradezu perfekt für einen Auslandsaufenthalt zu sein: Blauer Himmel, 25 Grad – und kein Regen. Ideale Bedingungen um sich in den Flieger zu schwingen, Sanddünen und Canyons zu erkunden und nebenbei ein bisschen zu arbeiten oder zu studieren.

Die Hauptstadt Windhoek ist der ‚place to be‘ für den Auslandsaufenthalt: Die meisten Studenten, die sich für ein paar Monate in Namibia entschieden haben wohnen hier. Sie besuchen eine der zwei größten Universitäten des Landes oder machen ein Praktikum bei privaten Stiftungen, NGOs, Zeitungen oder Radiosendern. 

Für die Freizeit warten große Einkaufshäuser, gemütliche Cafés und Clubs zum Tanzen und Kontakte knüpfen. Einer der Hauptgründe, warum Studenten ein Praktikum oder einen Auslandsaufenthalt in Namibia machen, ist die Natur. Vor jedem Wochenende wird ein Trip geplant: Mitfahrer finden, Proviant kaufen und hoffen, dass die Allrad-Autos nicht ausgebucht sind.

Ab in den Wagen, raus in die Natur

Das Land ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland, hat allerdings nur 2,3 Millionen Einwohner. Einsame Roadtrips über holprige Schotterstraßen und durch schwindelerregend hohe Gebirge sind garantiert. Wer im Winter keine wilden Tiere in Namibia sieht, muss blind sein. Giraffen, Elefanten und Zebras tummeln sich an den wenigen Wasserlöchern und sind viel einfacher zu beobachten als im regnerischen Sommer.

  • Das Dead Vlei in der Namib-Wüste ist mit seinen ausgetrockneten Bäumen ein beliebtes Fotomotiv.

Dass der nette Nachbar dann auch häufig Deutsch spricht und einige Restaurants Deutsches Essen servieren, hat geschichtliche Gründe: Anfang des 20. Jahrhunderts war Namibia eine deutsche Kolonie. Viele Deutsche sind damals nach Afrika ausgewandert, noch heute leben 20.000 Deutsch-Namibier im Land. Es gibt deutschsprachige Medien wie die „Allgemeine Zeitung“, das „Deutsche Hörfunkprogramm der nbc“ oder „Hitradio Namibia“.

Kriminalität, fehlende Bildung und soziale Ungerechtigkeit

Doch natürlich ist nicht alles Sonnenschein in dem südafrikanischen Staat. Wir haben mit vier deutschen Studenten gesprochen und erfahren, dass auch Kriminalität und soziale Probleme zu Namibia gehören. Was sie in Namibia erlebt haben, was sie erreichen wollen und welche Erfahrung sie lieber nicht gemacht hätten, das erfahrt ihr hier:

Stimmen aus Namibia

Teresa Namibia

 

Isabella Namibia

 

Tabea Namibia

Keno Burmester, 27, studiert Politik in Hannover

 

Fotos: Inga Wonnemann