„Forschung soll Einheimischen helfen“

Keno groß

Foto: privat

Politikstudent Keno arbeitet 3 Monate lang für eine NGO im Towhship Katutura. Für ein Masterprojekt erforscht er dort die „Men on the side of the road“ – Männer, die am Straßenrand stehen und Arbeit suchen.

„Was mich richtig stört ist die Ungerechtigkeit in Namibia. Es gibt immer noch eine strikte Trennung von schwarz und weiß, das ist in den Köpfen der Leute noch fest verankert. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das ändert. Sehr enttäuscht bin ich auch von vielen Weißen, die sind oft rassistisch.

Für mich ist das allerdings nichts Neues, ich bin jetzt das zweite Mal in Afrika. Das erste Mal habe ich in Kapstadt, Südafrika, ein Schulprojekt begleitet. Das war aber eher ‚just for fun‘. In Windhoek arbeite ich für eine Nichtregierungsorganisation im Township Katutura. Die Menschen dort leben in kleinen Wellblechhütten und die meisten von ihnen haben keinen festen Job.

Am Straßenrand auf Arbeit hoffen

Viele von ihnen stellen sich an große Straßen und hoffen auf Jobs von vorbeifahrenden Menschen. Wir nennen die Männer „Men on the side of the road“. Ich helfe der Organisation im Büro mit, meine Hauptaufgabe ist aber ein Forschungsprojekt. Wir wollen herausfinden, wer genau die Menschen sind, die jeden Tag an den Straßen stehen.

Politische Lage in Namibia

Wir fahren zu den Männern, schauen, wo sie stehen, und versuchen mit ihnen zu reden. Unsere Forschung soll der Organisation helfen, den Männern besser zu helfen. Sie können zum Beispiel lernen, wie sie einen Lebenslauf schreiben oder wie sie bestimmte Arbeiten machen. Viele von ihnen sind allerdings nicht begeistert und wollen nicht mit uns reden.

Bisher nur positive Erfahrungen

Bisher ist Namibia eigentlich genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Die meisten Menschen sind total nett und hilfsbereit. Obwohl mich einige davor gewarnt haben, alleine mit einem Taxi von meinem Hostel ins Township zu fahren, habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Natürlich passe ich mehr auf als in Deutschland. Aber passiert ist mir bisher noch nichts.“

Was Teresa, Isabella und Tabea für Erfahrungen gemacht haben, erfährst du hier:

Teresa Namibia

Teresa Nehm, 25, studiert               Hörfunk in             Leipzig

 

Isabella Namibia

Isabella Heck, 22, studiert Bauingenieurwesen in Berlin

 

Tabea Namibia

Tabea Platthoff, 22, studiert                   Soziale Arbeit in Münster

 

Fotos: Inga Wonnemann

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