Neue Kopierer, neues Glück?!

Von Elisabeth Thobe und Ann-Kathrin Gumpert

Keine Streifen, keine Schlieren, dafür aber einen Cent teurer. Pünktlich zum Semesterbeginn gibt es an der TU neue Kopiergeräte. „Ab 01.04 betreibt der AStA jetzt die Kopierer“ sagt Rico Florin Maynert, Kulturbeauftragter des AStA Dortmund. Das heißt für die Studenten konkret: Es kann weiter kopiert werden, aber nicht mit der alten Kopierkarte.

Anna Hückelheim (2. Semester Journalistik) testet die neuen Kopierer

Anna Hückelheim (2. Semester Journalistik) testet die neuen Kopierer. Foto: Mareike Maack

In der Unibibliothek und an nahezu allen alten Standorten stehen seit Anfang April die neuen Kopierer. Für fünf anstatt wie gewohnt vier Cent machen die neuen Geräte Kopien in sehr guter Qualität. Über die Preiserhöhung gibt es unter den Studenten geteilte Meinungen. „Ich finde die Erhöhung nicht gut, da man als Student sowieso wenig Geld hat“, sagt Elisa Visarius, Lehramtsstudentin im achten Semester. Cathi Wenk (Journalistik, 2. Semester) hat die Preiserhöhung nicht bewusst wahrgenommen. „Ein Cent ist aber o.k., weil die neuen Kopierer ja auch finanziert werden müssen.“

Die neuen Kopierer werden wie die alten Geräte mit einem Kartensystem betrieben. Um die Geräte zu nutzen, gibt es jetzt zwei unterschiedliche Angebote. Zum einen werden wie gewohnt Kopierkarten für das neue System Schomäcker verkauft, die man an den bekannten Stellen mit Guthaben aufladen kann. Für die Karten wird ein Pfand von fünf Euro berechnet. Als neue Möglichkeit kann man ab sofort auch die Uni-Card zum kopieren nutzen. Beide Karten müssen mit mindestens fünf Euro aufgeladen werden. „Die Qualität der Kopien ist super, aber dass man mindestens fünf Euro auf die Karten laden muss, ist doof“, sagt Jennifer Rogge (Lehramt, 8. Semester).

Mareike Zehender (Anglistik, 4. Semester) Foto: Elisabeth Thobe

Mareike Zehender (Anglistik, 4. Semester) Foto: Elisabeth Thobe

Wer inzwischen keine Lust mehr auf Kopierkarten hat oder nur selten kopiert, hat zwei Alternativen. In der Unibibliothek und den Kopierräumen stehen Münzkopierer, bei denen man keine Karte, sondern nur Kleingeld braucht. Mareike Zehender (Anglistik, 4. Semester) benutzt die Münzkopierer, da die Erfahrungen mit der alten Kopierkarte sie abgeschreckt haben. „Ich traue mich nicht, eine neue Karte zu kaufen. Auf der alten habe ich noch über hundert Kopien.“ Eine andere Alternative bietet der AStA-Copyshop der einen eigenen Kopierservice im Foyer der Mensa für vier Cent pro Kopie bietet.

Der AStA betreibe die Kopierer jedoch nur übergangsweise, sagt Rico Florin Maynert vom AStA im Gespräch mit der Pflichtlektüre, bis die Uni eine neue Betreiberfirma gefunden habe, voraussichtlich Ende 2010. Deshalb können sich die Studenten das Guthaben auf den neuen Karten auch wieder auszahlen lassen. Im Gegensatz dazu ist eine Auszahlung des Restguthabens auf den alten Karten der Firma Haase nicht mehr möglich. „Laut Vertrag besteht kein Anspruch auf Rückzahlung“ erklärt Maynert. Dagegen klagen könne jeder Student privat, die Firma Haase habe ab ersten April Insolvenz angemeldet, so dass eine Rückzahlung des Geldes sehr unwahrscheinlich sei.

Endlich kann man auch mit der Uni-Card kopieren. Foto: Mareike Maack

Endlich kann man auch mit der Uni-Card kopieren. Foto: Mareike Maack

Haase hatte mit der TU Dortmund einen Vertrag über 14 Jahre, der schon vor einigen Jahren auslief. Danach wurde der Vertrag immer nur um ein Jahr verlängert. „Dadurch lässt sich die schlechte Qualität der Kopierer erklären“, sagt Rico Florin Maynert. Die Leasing-Verträge für die Kopierer lassen sich zu guten Konditionen nur über mehrere Jahre abschließen.

Für die Kosten des neuen Kartensystems kommt die Verwaltung der TU auf. Der AStA kümmert sich um den Betrieb und die finanziellen Angelegenheiten, die damit verbunden sind. Die Verwaltung war leider zu keiner Stellungnahme bereit.

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