Neue Zeugen im Auschwitz-Prozess

Der Auschwitz-Prozess gegen den 94-jährigen ehemaligen SS-Wachmann Reinhold Hanning wird am 26. Februar vor dem Detmolder Landgericht mit neuen Zeugen fortgesetzt. Die Anklage: Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen.

Drei weitere Überlebende des Konzentrationslagers und Angehörige von Überlebenden werden am fünften Verhandlungstag als Zeugen gehört. Unter ihnen ist Angela Orosz Richt-Bein, die das Konzentrationslager als Baby überlebt hat. Überleben konnte sie nur, weil sie mit gerade mal mit einen Kilo Gewicht zu schwach zum Schreien war. Hätten die SS-Leute das Baby entdeckt, wäre es sofort getötet worden. Fünf Wochen später wurde Auschwitz befreit und sie gerettet. 

Bei einem vergangenen SS-Prozess, der in Lüneburg verhandelt wurde, hat sie ihre Position für die Richter in Detmold klar gemacht: Die Erinnerung an den Nazi Terror muss wachgehalten werden. 

Der 94-jährige Reinhold Hanning soll in Auschwitz über Leben und Tod der Häftlinge entschieden haben. Bisher hat er sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Seine Anwälte gaben jedoch bekannt, dass eine Erklärung in den nächsten Prozesstagen kommen werde. 

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