UDE: Forschungsprojekt zur optimierten Evakuierungen

Duisburg-Essen. In Notfallsituationen muss schnell gehandelt werden – vor allem dort, wo viele Menschen aufeinander treffen. Der Lehrstuhl für Logistik und Operations Research an der Universität Duisburg-Essen entwickelt ein System, wie man Evakuierungen optimieren kann. Ende 2015 soll das System fertig sein.

Seit fünf Jahren entwickeln Wissenschaftler ein universelles, mathematisches Modell, dass für jede Stadt ein Rettungsplan errechnen kann. Bisher mussten alle Informationen aufwändig gesammelt und in eine rechenbares Format gebracht werden. Das soll sich nun mit Beginn der zweiten Projektphase ändern. Denn künftig sollen die Daten automatisch erfasst und so schneller eingesetzt werden können.

Doch bevor das System funktionieren kann, müssen vorher alle relevanten geo- und demografischen Daten erfasst werden. Denn je nach Uhrzeit halten sich zum Beispiel verschieden viele Menschen in den Gebieten auf, aber auch die Altersstruktur der Bevölkerung ist entscheidend.

Später soll der Plan „made by UDE“ Angaben zur Evakuierungszeit, den Rettungswegen bringen, aber auch zeigen, wie man eine große Menschenmenge aus der Gefahrenzone leitet. Dabei untersuchen die Logistiker auch, wie man einen solchen Plan am besten visualisieren kann. Unterstützt werden sie mit Rat und Hilfe von der Feuerwehr Duisburg.