Forschung an Bochumer Universität: Neue Technologie für Blinde

Wissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum wollen blinden und sehbehinderten Menschen eine bessere Orientierung ermöglichen. Dazu arbeiten die Forscher an der Entwicklung einer neuen Technologie, wie die Universität am Donnerstag (24. November) mitteilte. Statt Blindenhunden und Blindenstöcken sollen Betroffene mit Hilfe einer Radartechnik unterstützt werden. 

Den Angaben zufolge funktioniert die neue Technologie mittels Sensoren, die am Kopf oder Körper der Blinden befestigt werden. Die Sensoren sollen die Umgebung per Radar scannen und die Eindrücke anschließend in ein akustisches Bild umwandeln. Die 3D-Audioumgebung wird dem Nutzer dann über ein Hörgerät dargestellt. Die Technik ist an die Orientierung von Fledermäusen angelehnt.

Die Forscher entwickeln das Projekt Ravis-3D gemeinsam mit Partnern aus der Praxis. Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen stellen für die Forschung  insgesamt 1.800.000 Euro zur Verfügung. Davon soll die Universität Bochum 1.360.000 Euro erhalten.