NRW Unis schon jetzt überfüllt

Was in anderen Bundesländern schon jetzt zum Unialltag dazu gehört, wird im kommenden Wintersemester 2013/2014 auch die Universitäten in NRW erreichen – die doppelten Abiturjahrgänge. Doch wie die Westfälische Rundschau berichtet, sind schon dieses Wintersemester die erhöhten Studierendenzahlen an den NRW Unis deutlich spürbar. Das Hauptproblem: Zu wenig Wohnraum und zu wenig Essensmöglichkeiten an den Universitäten.

Diesem Problem muss sich auch die TU stellen. Laut Angaben der Sprecherin des Studentenwerkes ist die Verpflegung der Studierenden schon jetzt kaum noch durchführbar. Die Hauptmensa sei demnach für 4 500 Essen pro Tag ausgerichtet, bereite aber kontinuierlich bis zu 6 000 Essen pro Tag zu. In einem Interview mit der Westfälischen Rundschau sagte der Dortmunder FH-Rektor Wilhelm Schwick, dass wegen des enormen Ansturms auf die FH ein NC in fast allen Fächern drohe. Für Schwick sei es wichtig, dass die Nachfragewelle angemessen aufgenommen würde, ohne dabei Abstriche bei der Lehre machen zu müssen.

Ähnliche Probleme haben auch die umliegenden Unis und greifen daher auf kreative Notlösungen zurück. So schloss beispielsweise die Uni Duisburg-Essen aufgrund von Platzmangel eine Kooperation mit dem Cinemaxx-Kinocenter. In Paderborn müssen die Studierenden auf einen umgebauten Baumarkt zurückweichen und an der Uni Siegen wurde Mittwoch (24. 10.) ein Protestplenum ins Leben gerufen, in dem über eine Verbesserung der aktuellen Lage diskutiert werden soll.

Das NRW-Wissenschaftsministerium stellt die Prognose, dass für das kommende Wintersemester bis zu 123 000 Studienanfänger zu erwarten sind. Diese Prognose sprengt die bisherigen Erwartungen aus dem Jahr 2009. Zum Vergleich: In diesem Wintersemester  sind es 119 000 Studienanfängerinnen – und anfänger.

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