Deutsches Studentenwerk fordert weniger Semesterwochenstunden

Potsdam/Berlin. Ein Nebenjob ist für viele Studenten selbstverständlich und sollte in den Strukturvorgaben der Studiengänge berücksichtigt werden. Das fordert das Deutsche Studentenwerk (DSW).

Im Bundesdurchschnitt jobben 66 Prozent der Studenten acht Stunden in der Woche. Studenten der Fachhochschulen arbeiten deutlich mehr: Sie leisten bis zu 15 Stunden pro Woche in ihrem Nebenjob. Jeder fünfte Bachelor-Student findet, dass die Arbeitsbelastung während des Semesters zu hoch sei. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks.

Das Land Brandenburg überarbeitet momentan sein Hochschulgesetz. Geplant ist eine Belastung von 32 bis 39 Wochenstunden. Im Gespräch mit dem Wissenschaftsministerium Brandenburg sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer von der Heyde: „Zu den maximal 39 Stunden in der Woche kommt aber bei vielen Studierenden der Nebenjob hinzu, der für die Studienfinanzierung unerlässlich ist.“

Wenn Brandenburg die zusätzliche Belastung der Studenten bei der Neustrukturierung der Studiengänge berücksichtigt, könnte es zum Vorbild für andere Länder und Hochschulen werden, so Meyer auf der Heyde.