Mein Abend im…Freibeuter – Seeleute stranden im Bermudadreieck

Wer in Bochum strandet, sollte in den Freibeuter einkehren  Fotos: Elens Sansigre Silva (10)

Wer in Bochum strandet, sollte in den Freibeuter einkehren Fotos (10): Elena Sansigre Silva

In den Weiten des Bermudadreiecks haben wir für alle Abenteurer unter euch eine Perl-Muschel gefunden: Von außen eher unspektakulär, entfaltet der Freibeuter dafür im Inneren einen urigen Spelunken-Charme.

Schummriges rotes Licht scheint durch das Fischernetz über der dunklen Holzbar in der Mitte. Beleuchtete Segelschiffposter, brennende Wachsstumpen auf den Tischen und besonders die drei Aquarien mit Plastikfischen und Schwarzlicht sorgen in der Bochumer Bar „Freibeuter“ für die richtige Lichtstimmung. Für alle Gelegenheiten gibt es unter Deck Platz: Gemütliche Ecken für Schatzsucher, aber auch gesellige Stehtische für die ganze Runde.

Von wegen „an der Nordseeküste“ – hier gibt’s Alternative und Rock

Im Freibeuter wäre Platz für hundert mächtige Piraten – doch findet man hauptsächlich die lässige Jeans-Shirt-Turnschuh-Fraktion im Alter zwischen 17 und 47. Von mittwochs bis samstags gibt’s ab 21.30 Uhr auch DJ-Musik, von Alternative bis Rock, und meistens auch „ein bisschen abseits des Normalen“, wie Chefin Verena Fittkau findet, die samstags selbst hinter dem Plattenteller steht.

Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Jens Feddersen leitet sie die Bar seit vier Jahren. Beide sind große Hamburg-Fans und hoffen, mit ihrer Bar nicht nur die Getränke wie Küstennebel und Aloha-Bio-Limo aus dem Norden zu importieren. Sie wollen auch ein wenig von der hanseatischen Stimmung ins Ruhrgebiet holen.
Doch die nordischen Getränke machen das Freibeuter auch aus. Denn hier gibt es die „Buddelbiere“ – von Hamburger Astra-Pils bis Störtebecker Urtrüb. Wer das nicht mag, muss jedoch nicht auf dem Trockenen sitzen: Es gibt Bochumer Fiege-Pils und für alle Furchtlosen auch Jägermeister aus der Zapfanlage.

Ab September treten Poetry-Slamer auf

Die lockere Spelunken-Atmosphäre im Freibeuter sollte sich keiner entgehen lassen, der nachts in Bochum strandet. Erst recht nicht, wenn’s mal mehr sein soll als nur Trink-Kultur: Denn nach der Sommerpause gibt‘ s dort ab September auch wieder jeden zweiten Monat einen Poetry-Slam – auch ein Grund, warum der Freibeuter die szenigste Bermudadreieck-Bar ist.

Text: Stefanie Brüning
Fotos: Elena Sansigre

Mehr Infos zum Thema:

Wenn ihr nochmal nachlesen möchtet, wo wir schon gewesen sind, klickt auf folgende Links:

1.Folge: Mein Abend im… Spirit (Dortmund)

2. Folge: Mein Abend im… Turock (Essen)

3.Folge: Mein Abend im… Westpark (Dormund)