Förderatlas: Ruhrgebiet in den Top 10

Dortmund. Das Ruhrgebiet zählt zu den zehn forschungsstärksten Regionen in Deutschland. Das geht aus dem neuen „Förderatlas“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hervor. Demnach haben die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen insgesamt in den Jahren 2008 bis 2010 rund 250 Millionen Euro an Fördermitteln bekommen. Die forschungsstärkste Region ist Berlin, das München von der Spitze des Rankings verdrängt hat.

„Die Universitäten haben allen Grund, unter dem Motto ‚Gemeinsam besser‘ zu feiern“, heißt es in einer Pressemitteilung der TU Dortmund. Allerdings: Auch bisher zählte das Ruhrgebiet als Ganzes bereits zu den zehn forschungsstärksten Regionen in Deutschland, fasst man die Fördermittel aller Hochschulen zusammen. Weil der „Förderatlas“ nun aber nicht nur Universitäten selbst, sondern auch Regionen bewertet, ist das Ruhrgebiet von der DFG erstmals separat aufgeführt worden. Die drei Unis arbeiten seit 2007 in der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) zusammen. Dass durch diese Kooperation bereits rund 20 gemeinsame Institutionen und Programme ins Leben gerufen wurden, loben die Autoren der Studie ausdrücklich.

Mit rund 105 Millionen Euro an DFG-Bewilligungen hat die Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Ruhrgebiet die höchsten Zuwendungen erhalten. Duisburg-Essen erhielt rund 70 Millionen, die TU Dortmund 64,5 Millionen Euro. Im Uni-Ranking schaffen es dabei alle drei Standorte unter die Top 40 der forschungsstärksten Universitäten in Deutschland. Der größte Anteil der Mittel fließt dabei zumeist in die Bereiche Ingenieurs- und Naturwissenschaften. Den größten Sprung macht dabei die Universität Duisburg-Essen (UDE), die sich gleich um fünf Plätze verbessert. „Dies freut mich umso mehr, weil wir diese messbare Leistungssteigerung trotz des Wettbewerbsfaktors Exzellenzinitiative erzielen konnten“, sagt UDE-Rektor Ulrich Radtke. Ohne diesen Effekt hätte sich die Universität um zehn Ränge verbessern können, so Radtke. Gelobt wird die UDE auch, weil insgesamt mehr Frauen beschäftigt sind, als vom Fächerprofil zu erwarten gewesen seien.

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