Kachelmann will Rekord-Schmerzensgeld erstreiten

Wetter-Moderator Jörg Kachelmann will vor Gericht das höchste jemals eingeklagte Schmerzensgeld für die Verletzung des Persönlichkeitsrechts erstreiten. Am Mittwoch, 25. Februar, begann am Landgericht Köln das Gerichtsverfahren. Der 56-Jährige verklagt mehrere Medien wegen der Berichterstattung über seinen Vergewaltigungsprozess.

Kachelmann sieht sein Persönlichkeitsrecht durch die Berichte in schwerwiegender Weise verletzt. Diese hätten seinen Ruf und somit seine berufliche Grundlage zerstört. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das höchste in Deutschland jemals eingeklagte Schmerzensgeld für Persönlichkeitsrechtsverletzung erzielen werden“, sagte sein Anwalt Ralf Höcker. Insgesamt fordern Kachelmann und sein Anwalt 3,25 Millionen Euro.

Breites Medienecho

Jörg Kachelmann war im März 2010 wegen des Verdachts der Vergewaltigung festgenommen worden. Der anschließende Prozess erfolgte unter breitem Medienecho. Kachelmann wurde zum Teil heftig von Paparazzi bedrängt, Medien wie die Bild-Zeitung berichteten über intime Details wie seine vermeintlichen Sexualpraktiken. Im Mai 2011 wurde Kachelmann vom Landgericht Mannheim von den Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen.

Die „Pressekampagne“, sagte die Kanzlei Höcker auf Anfrage der pflichtlektüre, sei unter anderem einzigartig gewesen „im Hinblick auf ihren tatsächlichen Einfluss auf das Strafverfahren und die Schwere der Folgen für den Kläger“. Die verklagten Medien Bild, Bunte und Focus weisen die Vorwürfe zurück.

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