UDE: Projekt „Schiff statt Brummi“

Duisburg/Essen. Lkw sind laut und verschmutzen die Umwelt. Schiffe hingegen sind leiser und auch umweltfreundlicher. Deshalb arbeitet Rudolf Juchelka, Wirtschaftsgeograph der Universität Duisburg-Essen, gemeinsam mit Kollegen von neun europäischen Einrichtungen an einem neuen Projekt. Ziel ist es, den Transport auf Binnengewässern attraktiver zu machen.

Bisher spielt Wassertransport im Vergleich zum LKW-Transport noch eine geringe Rolle. Oft sind bauliche Nachteile bei Wasserstraßen Schuld daran. Schwerpunkt des Projektes ist die Donau, der zweitgrößte und zweilängste Fluss Europas. Denn bei ihr lassen sich bauliche Nachteile finden: Die niedrige Tiefe des Fahrwassers an einigen Stellen lässt nur wenige Schiffe durch. Mit neuen Konzepten, beispielsweise einer neuen Form von Binnenschiffen, könnten diese Mängel beseitigt werden. Und ein Schiff wäre in der Lage doppelt so viele Container wie früher zu transportieren.

Der Name des Projekts ist NEWS: „Development of a Next generation European Inland Waterway Ship and logistics system“. Denn die Konzepte für die Donauregion sollen später für Transporte in anderen Wasserstraßen Europas genutzt werden. Deshalb fördert die Europäische Union das Projekt bis 2015 mit rund 1,8 Millionen Euro.

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