Wissenswert: Grübchen beim Lachen

Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog

Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: Janina Semenova

Sie tauchen bei vielen Menschen beim Lachen, Grinsen oder Lächeln auf: Grübchen. Laut Duden ist ein Grübchen eine „kleine Vertiefung (beim Lachen entstehend oder sich vertiefend) in den Wangen. Die kleinen Löcher in der Wange sind bei dem einen stark ausgeprägt und bei dem anderen gar nicht vorhanden. Wie kommt es dazu?

Jeder Mensch hat viele verschiedene Gesichtsmuskeln. Mit unseren Stirnmuskeln runzeln wir die Stirn, mit unseren Nasenmuskeln rümpfen wir die Nase. Um unsere Augen herum gibt es so genannte Ringmuskeln, mit denen wir die Augen zusammenkneifen oder aufreißen können. Auch um den Mund herum gibt es einen Ringmuskel. Außerdem haben wir Kinn-, Kau- und Lachmuskeln. Der Lachmuskel sorgt dafür, dass die Mundwinkel beim Lachen nach oben gezogen werden – die Bewegung, bei der sich bei manchen Menschen Grübchen zeigen.

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Nicht bei jedem Menschen sind Grübchen so stark ausgeprägt. Foto: so.chaseful / flickr.com

Alle Muskeln in unserem Gesicht (und noch einige andere) sind für unsere Mimik verantwortlich. So können wir alle möglichen Gesichtsausdrücke machen, von einer fiesen Grimasse bis zum herzlichen Lachen. Für die Grübchen ist der Lachmuskel verantwortlich: Er verläuft vom Wangenknochen unterhalb der Schläfe bis zur Wange. Man kann sich diese Muskelbahn wie ein Bündel Fäden vorstellen, das in der Haut endet.

Der Lachmuskel hat eine gewisse Grundspannung: Die Haut spannt sich über diesem Muskel und wird straffer. Wenn wir lachen, wird der Muskel angespannt und zieht die Haut nach innen zusammen. So können Grübchen entstehen. Nicht jeder Lachmuskel ist gleich: Bei Menschen ohne Grübchen ist er schwach und bei Menschen mit Grübchen stark ausgeprägt. So kann es auch dazu kommen, dass einige Menschen nur auf einer Wange Grübchen haben.

Grübchen gibt es nicht nur im Gesicht

Kinngrübchen, die man ständig sehen kann, sind angeboren. Sie entstehen vermutlich nicht durch Muskelspannung, sondern durch eine kleine Abweichung während der Embryonalentwicklung. Die rechte und linke Hälfte des späteren Unterkiefers wachsen erst getrennt voneinander. Beim Verschmelzen entsteht in der Mitte, am Kinn, eine schmale Verbindung. Kinngrübchen sind dabei vermutlich die Folge, wenn die Kieferhälften und das darüber liegende Gewebe unvollständig zusammenwachsen.

Grübchen gibt es aber nicht nur im Gesicht: „Lendengrübchen“ können vor allem bei jungen Frauen als zwei weiche Vertiefungen knapp über dem Gesäß auftauchen. Sie sitzen an beiden Seiten der Lendenwirbelsäule. Grübchen, die sich an ungewöhnlichen Stellen des Körpers befinden, können auch auf angeborene Fehlbildungen und Erbkrankheiten hinweisen. Außerdem können sich permanente Grübchen im Bereich der Haut auch bei der Wundheilung entwickeln, wenn eine Narbe sich nach innen zusammenzieht.

Zumindest beim Lächeln gelten Grübchen als attraktiv und niedlich. Das geht sogar so weit, dass einige Schönheitschirurgen Patienten Grübchen künstlich ins Gesicht zaubern. Allerdings ist noch unklar, wie sich solche Grübchen im Alter entwickeln, wenn die Haut faltiger wird. Und wirklich realistisch ist das Ergebnis nicht: Denn die künstlichen Grübchen sind dauerhaft zu sehen – und nicht nur, wenn man lächelt.

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