Rekord bestätigt: 1300 Starter beim Campuslauf

Mächtig was los: Die Teilnehmer stürmen den Campus beim Fünf-Kilometer-Lauf. Fotos: Daniel Moßbrucker

Mächtig was los: Die Teilnehmer stürmen den Campus beim Fünf-Kilometer-Lauf. Fotos: Daniel Moßbrucker

Der Aufzug im Mathe-Tower braucht vom Erdgeschoss in den zehnten Stock rund 15 Sekunden. Doch einmal im Jahr steht der Aufzug still. Dann jagen junge Männer und Frauen durch die Stockwerke, sprinten die Treppen hoch; die meisten möchten in weniger als zwei Minuten bis ganz oben. Es ist Campuslauf an der TU Dortmund. Ein normaler Volkslauf ist das nicht: Auf der Strecke wetteifern Köche, Ärzte, Super Mario und ein Gorilla um den Sonderpreis für die beste Verkleidung beim 5-Kilometer-Run. Der Campuslauf 2012 endet mit einer echten Überraschung.

Die Seriensieger von der Statistik-Fakultät setzen 2012 auf ein Unithema: Mensa. Mit Unterstützung vom Studentenwerk absolvieren sie die Strecke in originalen Mensa-Outfits. Vom Koch bis zur Reinigungskraft ist jeder am Start. Selbst menschengroße Ketchup-, Mayo- und Senftütchen laufen im Statistik-Verbund mit. „Das ist eine Homage an die Mensa. Wir empfehlen: Hähnchenspieß ‚Madras‘ mit Pommes. Ein Dortmunder Klassiker“, erläutert Tobias Liboschick. Das Gericht trägt der 26-Jährige als Kostum über die Strecke.

So sehen Sieger aus: Das BCI-Super Mario-Team gewinnt den Kostümwettbewerb beim Fünf-Kilometer-Lauf.

So sehen Sieger aus: Das BCI-Super Mario-Team gewinnt den Kostümwettbewerb beim Fünf-Kilometer-Lauf.

Die Kostüm-Konkurrenz der anderen Fakultäten ist in diesem Jahr groß. Letztlich reicht es für die Statistiker „nur“ zu Rang zwei. „Ihr müsst den Wanderpokal einfach mal abgeben“, frotzelt Campuslauf-Organisator Jan-Philipp Müller. Die Jury kürt schließlich das Super Mario-Team zum neuen Sieger: Die Studenten vom Bio- und Chemieingenieurswesen dürften neben den Videospiel-Charaktären mit ihrem Gorilla beeindruckt haben. „Es wurde Zeit, dass wir uns den Pott holen. Den geben wir so schnell nicht mehr ab“, sagt Teammitglied Kai Kruber. Den wichtigsten Preis haben jedoch wegen des knappen Ergebnisses alle Teams bekommen: ein 5-Liter-Fass Bier.

Zehn Stockwerke in 66 Sekunden

Was die Zeiten angeht, schrammen alle Kostümläufer jedoch deutlich am Podest vorbei. Die etablierte Laufelite beeindruckt wieder einmal mit Top-Leistungen. Den „10er“ gewinnen Stefan Schnorr in 32:58 Minuten und Nora Honke (39:09 Minuten). Über fünf Kilometer laufen Fynn Schwiegelshohn (15:43 Minuten) und Jasmin Laukamp (18:54 Minuten) zuerst durchs Ziel.

Geschafft: Katharina Frantzn erreicht das Ziel beim Mathe-Tower-Run.

Geschafft: Katharina Frantzn erreicht das Ziel beim Mathe-Tower-Run.

Im Mathetower-Run ist die Minutenmarke knapp verfehlt worden. Christian Cöster benötigt 1:06 Minuten für zehn Stockwerke. Bei den Frauen hat Magdalena Zenglein in 1:14 Minuten die Nase vorn. Für die meisten Starter geht es indes nur darum, unter zwei Minuten zu bleiben. Ein Ziel, das Tomasz Fuchs schafft – wenn auch haarscharf. Der Physikstudent ist im Ziel völlig außer Atem. „Das ist der Horror. Sonst bewege ich mich nur zum Kühlschrank und zurück“, scherzt Fuchs. Für den Rückweg nimmt er übrigens den Fahrstuhl.

Erneute Rekordbeteiligung

Mit insgesamt 1300 Startern hat die 28. Auflage des Dortmunder Campuslaufes die Rekordbeteiligung aus 2011 bestätigt. „Wir sind zufrieden. Zum Glück hat das Wetter trotz Unwetterwarnungen doch noch mitgespielt“, freut sich Jan-Philipp Müller, Leiter des Allgemeinen Hochschulsports. Der 33-Jährige hat die amtlich vermessene Strecke, die im vergangenen Jahr geändert worden war, selbst getestet. Sein Fazit: „Es ist toll, hier zu laufen. Wir sind ein echter Campuslauf, der wirklich nur über den Campus geht. Das schätzen die Starter.“ Kein Wunder, dass Müller bereits in den Planungen für den 29. Campuslauf der TU Dortmund steckt – für den Mai 2013.

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