Studieren in Ägypten: „Die Regierung hat Angst vor Studenten“

Eine Chronik des Aufstandes – was seit dem Arabischen Frühling geschah:

Armut, Arbeitslosigkeit und Korruption  – das war das Ergebnis der 30 Jahre andauernden Herrschaft des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak. Im Januar 2011 reichte es den Ägyptern, im ganzen Land kommt es zu Protesten. Nach wenigen Wochen Ausnahmezustand muss Mubarak seinen Amtssitz räumen. Etwa 300 Menschen sterben nach Angaben der UN bis zu diesem Zeitpunkt bei den Demonstrationen.

Nach einer Übergangsphase unter der Führung des Militärs finden im Juni 2012 die ersten freien Präsidentschaftswahlen in Ägypten statt. Mohammed Mursi, Mitglied der islamischen Muslimbruderschaft gewinnt die Wahlen und wird zum Staatspräsidenten ernannt.

Doch Mursi schafft es nicht, das Land in die Demokratie zu führen. Immer wieder kommt es ab November 2012 zu Massenprotesten, weil Mursi versucht die Macht der Justiz zu beschneiden und sich selbst Sondervollmachten ausstellt.

Nach anhaltenden Protesten putscht das Militär im Juli 2013 und übernimmt die Macht. In den folgenden Monaten kommt es immer wieder zu tödlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und Anhängern der Muslimbrüder.

Im Januar 2014 verkündet Militärchef Abdel Fattah al-Sisi für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen. Wann die Wahlen stattfinden, ist noch unklar. Zurzeit zeigt sich das Land gespalten zwischen den politischen Gruppen. Die Lage ist instabil, vermehrt kommt es auch zu Bombenanschlägen. Für die ägyptische Bevölkerung bedeutet all das vor allem anhaltende Armut, Arbeitslosigkeit und Korruption.   

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