Xavier Naidoo darf doch nicht zum ESC nach Stockholm

Xavier Naidoo wird im Mai 2016 doch nicht für Deutschland beim Eurovision Songcontest in Stockholm antreten. Nach der Nominierung am vergangenen Donnerstag teilte der NDR am Wochenende mit, dass der Vorschlag aufgrund der heftigen öffentlichen Kritik an der politischen Einstellung des Sängers zurückgezogen wurde.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber erklärte: „Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt.“ Beim ESC sollten „Musik und Völkerverständigung im Mittelpunkt stehen“, man wolle nicht, dass die laufenden Diskussionen um Xavier Naidoo diesem Image schaden. Wer stattdessen für Deutschland singt, solle so schnell wie möglich entschieden werden.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb der Sänger von einer „einseitigen Entscheidung“, die für ihn aber okay sei. Der Vorschlag, ihn zum ESC zu schicken, stamme allein von der ARD. „Meine Leidenschaft für die Musik und mein Einsatz für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander werden hierdurch nicht gebremst“, so der Sänger weiter. 

Der Mannheimer Künstler fällt immer wieder durch missverständliche Liedtexte auf, die homophob oder antisemitisch interpretiert werden könnten. Außerdem gab er in Interviews Antworten, die auf Verschwörungstheorien etwa zu 9/11 hindeuten. Wurde er darauf angesprochen, reagierte er ausweichend.

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