Flüchtlinge in Bochum: Stadt plant Erstaufnahmeeinrichtung

In Zukunft möchte die Stadtverwaltung Bochum eine gemeinsame Anlaufstelle für alle neu ankommenden Flüchtlinge einrichten. Für die BEA (Bochumer Erstaufnahmeeinrichtung) soll die ehemalige Elspermann-Ausstellungshalle am Harpener Feld umgebaut werden. Der Vorschlag ist fertig, nun muss die Politik entscheiden.

In der Einrichtung soll Platz für 150 Menschen geschaffen werden. „Sie würden eine Woche lang in der Halle untergebracht sein und danach in andere Unterkünfte kommen“, so Dirk Hagebölling vom der Bochumer Stabsstelle Flüchtlingsarbeit. In dieser Zeit würden die Flüchtlinge in Bochum registriert und würden eine medizinische Unterstützung sowie erste Informationen über Dortmund erhalten. Wenn möglich, sollen dort außerdem bereits passende Sprachkurse und Praktika organisiert werden.

Obwohl die Anzahl der neu angekommenen Flüchtlinge in den vergangenen zwei Monaten stark zurückgegangen ist, will die Stadtverwaltung auf eventuelle neue Wellen besser vorbereitet sein. Sollte die Halle jedoch wieder erwarten nicht oder nur für kurze Zeit benötigt werden, soll sie genutzt werden, um dort alte Verwaltungsakten zu digitalisieren.

Die geplante BEA hat organisatorisch nichts zu tun mit der LEA, der Landesaufnahmeeinrichtung, die sich am Bochumer Gerstenring befindet und ab 2017 ihre Arbeit aufnehmen soll. Dort sollen bald täglich bis zu 1500 Personen von etwa 200 Mitarbeitern registriert werden.