IHK-Chef fordert weniger Studienplätze

Die Zufriedenheit deutscher Unternehmer mit den Bachelor-Absolventen ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das soll eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) ergeben haben. In einem Interview forderte Eric Schweitzer, Vorsitzender des DIHK, nun sogar, die Studienplätze zu verknappen.

„Es studieren zu viele, die besser eine Ausbildung machen würden“, so Schweitzer gegenüber der Welt. Er befürchtet eine „Überakademisierung“ zu Lasten der deutschen Wirtschaft.  Schließlich seien nach einer neuen Umfrage der DIHK weniger als die Hälfte der Unternehmer mit den Bachelor-Absolventen in ihrem Betrieb zufrieden. 

Probleme sieht Schweitzer in der „Entwertung des Abiturs“ durch zu viele Gymnasiasten und zu wenig Berufsorientierung an den Schulen. Das Studium werde zu oft als einziger Weg in eine gute Zukunft angesehen. Dennoch lobt Schweitzer die Master-Absolventen. Hier sei die Zufriedenheit auf beinahe 80 Prozent deutlich gestiegen. „Das schafft in jedem Fall bessere Chancen und kommt unserer Wirtschaft zu gute“, so der DIHK-Chef. 

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