DLRG warnt vor Baden im Ems-Kanal

Chillen am Kanal – das ist während der heißen Sommertage die Lieblingsbeschäftigung vieler Student*innen. Der Sprung ins kühle Wasser des Dortmund-Ems Kanals ist dabei häufig Pflicht. Das sei allerdings gefährlich, warnt die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Junge Leute treibe häufig der Leichtsinn in unsichere Gewässer, sagt Arnim Mendler, Leiter der DLRG in Dortmund. Dazu würden auch der Ems-Kanal und der Dortmunder Hafen zählen. Schwimmen sei deshalb dort größtenteils verboten. „Der Schiffsverkehr ist ein großes Risiko.“ Boote würden für eine große Sogwirkung sorgen, aus der sich Menschen kaum befreien können. An der Wasseroberfläche sei diese aber nicht zu erkennen und daher häufig nicht bekannt. Zudem warnt Mendler davor von Brücken ins Wasser zu springen: „Da der Kanal sehr trüb ist, kann man nicht sehen, wie es Unterwasser aussieht.“ Teilweise sei der Kanal nur wenige Meter tief. Zudem läge viel Müll, teilweise sogar Fahrräder und Autos, auf dem Grund.

Auch die Temperatur des Wassers könne zum Problem werden. Die liegt bei rund 20 Grad. „Wenn man stundenlang in der Sonne liegt und dann einfach, ohne sich langsam abzukühlen, reinspringt, kann es zum Schock kommen.“ Ein Herzstillstand sei möglich. Vor wenigen Tagen noch musste ein 20-Jähriger reanimiert werden, nachdem er ins Hafenbecken gesprungen war.

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