Unis halten an Studiengebühren fest

Ruhrgebiet. Heute beginnen die Koalitionsverhandlungen in NRW: Rot-Grün hat vor der Wahl die Abschaffung der Studiengebühren versprochen, weil sie ungerecht seien.  Die Unis des Ruhrgebiets dagegen möchten nicht auf Einnahmen aus Studiengebühren verzichten.

Der wiedergewählte Rektor der Ruhr-Uni, Elmar Weiler, betont die Bedeutung der Gebühren: Rund 1.900 Stellen würden durch die Einnahmen finanziert. Ingrid Lotz-Ahrens, Prorektorin der Uni Duisburg Essen, teilt die Ansicht: In Duisburg-Essen würden von den 23 Millionen Euro Studiengebühren allein neun Millionen in zusätzliches Personal investiert. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund, plädiert für einen „Graduiertenbeitrag“. Dabei müssten Studenten erst nach ihrem Studium die Beiträge zurückzahlen.

Studenten sind mit der Verwendung der Gebühren weniger zufrieden: An 48 Unis bewerteten sie die Verwendung der Gebühren nur als „ausreichend“.