Dortmund – eine Stadt, die rockt!

Tach auch und willkommen in Dortmund. Ob drinnen oder draußen, hier gibt’s ne Menge zu entdecken. Wo ihr rocken könnt, hat pflichtlektüre online für euch rausgefunden. Eine Stadtvorstellung der anderen Art.

D wie Draußen

Seit 2005 heißt das Westfalenstadion Signal Iduna Park. Foto: Brinja Bormann

Seit 2005 heißt das Westfalenstadion Signal Iduna Park. Foto: Brinja Bormann

Die Stadt zählt 28 Parks und Gärten, inklusive Haupt- und Ostfriedhof. Die meisten wirken recht lebendig und bieten ein buntes Programm. Zu den größten Parks zählen der Fredenbaum-, der Romberg- und der Westfalenpark. Ob Lichterfest oder Musikfestival, die Veranstaltungen sind vielseitig. Und wer es, vom Heuschnupfen geplagt, nicht im schönen Grün aushält, der kann auf dem Gelände der alten Kokerei Hansa ein Stück Geschichte erleben. Eine Führung gibt’s übrigens auch bei Nacht. Fußballfans können im Signal Iduna Park die Spiele des BVB verfolgen. Am 12. Mai verwandelt sich das Stadion außerdem zum Kino.

O wie Orte

Dortmund besitzt mit seinen 12 Stadtbezirken eine Sonderstellung. Normal sind bis zu zehn Stadtbezirke. Neben Stadtteilen ist Dortmund auch in Viertel eingeteilt. Das bekannteste ist das Kreuzviertel in der westlichen Innenstadt. Das beliebte Viertel ist ein zentraler, und vor allem bei Studenten beliebter Wohnort mit vielen Cafés und Kneipen direkt vor der Haustür. Der Name wurde übrigens von der katholischen Kreuzkirche abgeleitet, die 1914 im Stil des Backsteinexpressionismus gebaut wurde.

Dortmund ist Kulturhauptstadt 2010! Foto: Brinja Bormann

Dortmund ist Kulturhauptstadt 2010! Foto: Brinja Bormann

R wie Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet, umgangssprachlich auch liebevoll „Ruhrpott“ genannt, ist ein Ballungsraum in Nordrhein-Westfalen. Es umfasst 11 Städte (Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr) und vier Kreise (Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Recklinghausen, Kreis Unna und Kreis Wesel). 5,3 Millionen Menschen leben hier. 1920 wurde das Gebiet als „Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk“ (SVR) gegründet. Heute fällt das Ganze unter den Namen „Regionalverband Ruhr“ (RVR). Das Ruhrgebiet gilt als industrielles Zentrum für Kohle und Stahl. Wäsche könnt ihr heute übrigens auch draußen trocknen. Die Luft ist nicht mehr verrußt. Heute steht das Ruhrgebiet in einem anderen Zusammenhang: Der Kulturhauptstadt 2010!

T wie Tanzen

Das Freizeitzentrum West (FZW) veranstaltet Konzerte und Partys. Jeden Donnerstag lautet das Motto „Campus Ahoi“. Die Studentenparty wird vom Campusradio eldoradio* präsentiert und bietet einen bunten Musikmix. Funk, Elektro, Indie und Pop gibt’s im „Bakuda Klub“ an der Weissenburger Straße. Bei den „Journey to Jamaica“ Partys im „Keller“ versorgt euch Selector Chris mit Reggae und Dancehall. Freunde der Trash-Musik sind im Silent Sinners gut aufgehoben. Bei den „Eurodance“ Partys gibt’s 90er Highlights von den Spice Girls, DJ Bobo, Scooter, den Venga Boys und ähnlich vergessenen oder verdrängten Künstlern. Aber auch Rockmusik gibt’s im Sinners, jeden Freitag ab 23 Uhr. Jazz-Liebhaber sind im domicil gut aufgehoben. Bei den Monday Night Sessions könnt ihr auch selbst auf der Bühne jammen.

M wie Musik

Juicy Beats findet dieses Jahr zum 15. Mal statt. Foto: www.juicybeats.net

Juicy Beats findet dieses Jahr zum 15. Mal statt. Foto: www.juicybeats.net

Der Wolf, Honigdieb, Too Strong und natürlich Sasha – Zugegeben, die größten Künstler kommen nicht aus Dortmund, sondern aus Hamburg und Berlin. Aber darauf kommt es auch gar nicht an. Gut ist, was gefällt. Ende April feiern 20.000 Besucher auf Dortmunds größter Techno-Party in den Mai. Die „Mayday“ findet jährlich in den Westfalenhallen statt. Das Motto dieses Jahres lautet „You make my day“. Highlights sind unter anderem „Westbam“ und „Members of Mayday“. Am 31.Juli verwandelt sich der Westfalenpark zur Festivalwiese. „Juicy Beats“ verspricht 60 Djs, 40 Bands, 14 Floors und 4 Stages. Dabei sind Tocotronic, Zoot Woman, DJ Phono (Deichkind) und viele mehr. Damit man sich nicht verläuft, wird jeder Bühne eine Frucht zugeordnet. Das „Obstleitsystem“ führt euch sicher zum Ziel.

U wie Unterwegs

Acht Stadtbahnlinien und 73 Busse kommen auf eine Gesamstrecke von 1.188 km Linienlänge. Wen interessierts? Vielleicht den, der die Strecke zu Fuß zurücklegen muss. Allein der Hauptbahnhof zählt täglich um die 787 Abfahrten im Nah- und 195 im Fernverkehr, vorausgesetzt, die S1 ist pünktlich. Länger, größer, breiter könnte das Motto des Flughafens sein. 2.000 Meter Start- und Landebahn sind nicht genug. Der Airport in Wickede wächst und wächst. Immerhin hat er es auf Platz drei der größten Flughäfen in NRW geschafft. Trotzdem soll die Bahn um 800 Meter verlängert werden. Circa 2,5 Millionen Passagiere im Jahr werden von hier durch die Welt geflogen. Die Flughafen Dortmund GmbH gibt es schon seit 1926, damals noch im Stadtteil Brackel. Während des Krieges wurde der Flughafen jedoch zerstört. Erst 1960 wurde er im Stadtteil Wickede neu errichtet.

Die Erklärung für das geflügelte Nashorn: Nashörner haben ein sensibles Gehör, die Flügel symbolisieren gedankliche Höhenflüge. Foto: Brinja Bormann

Die Erklärung für das geflügelte Nashorn: Nashörner haben ein sensibles Gehör, die Flügel symbolisieren gedankliche Höhenflüge. Foto: Brinja Bormann

N wie Nashorn

Was in Berlin der Bär ist, ist in Dortmund das Nashorn. Das geflügelte Tier hat sich zum Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Ursprünglich ist es das Logo des Konzerthauses. Seit 2005 verzieren die Kunstwerke die Stadt. Knapp 130 Stück sind es mit den Jahren geworden. Kaufen kann sich übrigens jeder ein Nashorn. Einen „Rohling“ bekommt man für 1.950 €. Für eine professionelle Gestaltung muss man dann noch mindestens 900 Euro drauflegen. Kein Wunder, dass die meisten Haushalte lieber beim traditionellen Gartenzwerg bleiben. Mit 2,5 Metern Länge ist es auch für die meisten Balkone zu groß. Für Firmen sind die Nashörner aber eine besondere Werbefläche. Die Tiere sind beliebt. So sehr, dass sie neben dem Florianturm und dem Dortmunder U ein markantes Merkmal der Stadt sind.

D wie Drinnen

Bei schlechtem Wetter zuhause sitzen? Das muss nicht sein! Dortmund bietet viele Gelegenheiten trocken das Leben zu genießen. Sechs Kinos, acht Museen, und jede Menge Cafés, irgendetwas findet sich immer. Dass ein Museumsbesuch nicht langweilig sein muss, beweist die Reihe „Führungen der besonderen Art“. „Das Team jagt Dr. X“ heißt eine Schnitzeljagd für Erwachsene. Maximal 20 Personen bilden ein Team, das zusammen knifflige Aufgaben löst und nebenbei das Museum für Kunst und Kulturgeschichte kennenlernt. Karten kosten fünf Euro. Im Deutschen Kochmuseum sind die Veranstaltungen nach Jahren gegliedert. „Hot Pants, Disco und Pril-Blumen“ ist zum Beispiel das Thema der 70er.

Unser Fazit:
Dortmund ist mehr als Bier und BVB. Was sonst noch typisch Dortmund ist, findet ihr in der Fotogalerie.