Pegida: Bachmann zurückgetreten

Pegida-Gründer Lutz Bachmann (41) ist am Mittwoch von all seinen Ämtern bei dem islamkritischen Bündnis zurückgetreten. Damit reagiert er auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden wegen Verdachts auf Volksverhetzung.

Hintergrund seien am Vortag bekannt gewordene Facebook-Posts, die von Bachmann stammen sollen, zitiert Zeit Online den Staatsanwalt Jan Hille. Sie enthielten menschenverachtenden Bezeichnungen wie „Gelumpe“, „Dreckspack“ und „Viehzeug“ für Ausländer. Die Prüfung der Echtheit dieser Posts sei Bestandteil der Ermittlungen. Die Kommentare sind jetzt nicht mehr aufrufbar – auch das betreffende Facebook-Profil Lutz Bachmanns sei gegen 13 Uhr am Dienstag gelöscht worden. Die Fotos, die Bachmann in Hitler-Pose zeigen, sorgten für herbe Kritik. Sie seien ein Scherz gewesen, behauptet er selbst.

Statement auf Facebook

Auf der Facebookseite der selbst ernannten „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) ist seit Mittwoch ein Statement Bachmanns zu lesen: „Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen Bürgern, die sich von meinen Postings angegriffen fühlen. Es waren unüberlegte Äußerungen, die ich so heute nicht mehr tätigen würde. Es tut mir leid, dass ich damit den Interessen unserer Bewegung geschadet habe, und ziehe daraus die Konsequenzen“, heißt es dort.

Diese „Konsequenzen“ hatte Pegida-Vize Rene Jahn zuvor der Bild-Zeitung gegenüber gefordert. Dass sich die Pegida-Führung gegen Bachmann aussprach, lag offenbar hauptsächlich an seinen Äußerungen über Flüchtlinge und Asylbewerber. Das „Hitler-Selfie“ sei Satire gewesen, die jedem Bürger freistehe, zitiert der Nachrichtensender n-tv Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel.

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