DASA: Die Roboter kommen!

Foto: Hannes Woidich / DASA.

„65% unserer Besucher können sich nicht vorstellen, Sex mit einem Roboter zu haben“, ist auf einem großen Bildschirm zu lesen. Und das ist bei weitem nicht die interessanteste Information, die in der DASA Arbeitswelt Ausstellung zu entdecken ist. Seit heute läuft die neue Sonderausstellung „Die Roboter“, die die gemeinsame Geschichte – und Zukunft – von Mensch und Maschine betrachtet.

Mit fünf Räumen und rund 200 Ausstellungsstücken ist es die größte Eigenkreation der DASA seit Jahren. Von mechanischen Uhrwerken und den allerersten Automaten bis hin zu modernsten Industrie- und Servicerobotern führt die Entwicklung der Technik. Ein Liebling der Besucher ist der kleine humanoide Roboter  NAO, eine Leihgabe der TU Dortmund. Er kann sogar sprechen und auf Befehl tanzen.

Wenn Menschen zu Maschinen werden – und umgekehrt

Dabei kann sich der Besucher nicht nur mit den Ausstellungsstücken unterhalten, sondern auch beobachten, wie Mensch und Maschine langsam verschmelzen. Ob aus medizinischen Gründen oder purem Fortschrittsoptimismus: Moderne Prothesen und Implantate machen es möglich, die Grenzen zwischen Technik, Fleisch und Blut verschwimmen zu lassen.

Bei allem Enthusiasmus darf die Evolution der Robotik natürlich auch kritisch betrachtet werden: Was hält man zum Beispiel vom Melkroboter „Merlin“, von „JustoCat“, die als Katzenersatz für Menschen mit Demenz schnurrt, oder von einer Zukunft, in der Roboter menschlich und Menschen technisch werden? Im letzten Teil der Ausstellung stimmen die Besucher ab, was sie von Pflegerobotern, automatischen Fabriken oder Kriegsmaschinen halten.

Der Monat der Maschinen

Zufällig hat die DASA den perfekten Zeitpunkt zur Eröffnung ihrer Ausstellung gewählt: Erst diesen Monat fand in Düsseldorf die weltweit erste Cyborg-Messe statt und ab Montag startet die European Robotics Week, die Veranstaltungen überall in Europa unterstützt. 

Zur Ausstellung, die noch bis September 2016 läuft, gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Neben Führungen durch die Ausstellung können Besucher im Workshop lernen, wie ein Roboter zu tanzen, oder sich die Vorträge der „Denker-Donnerstage“ anhören. Dort philosophieren Experten über „Roboter und Cyborgs in Film, Fernsehen und Games“ oder über Isaac Asimovs Robotergesetze.

 

Weitere Infos

„Die Roboter“ ist vom 21.11.2015 – 25.09.2016 in der DASA zu sehen.

Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt, für Studenten kostet es drei Euro. Kinder bis einschließlich fünf Jahre dürfen die Ausstellung kostenlos besuchen.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm findet ihr auf der Website der DASA unter diesem Link.

Notiz: Die Autorin des Beitrags arbeitet neben dem Studium bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die die DASA verwaltet. Das hat aber keinen Einfluss auf ihre Berichterstattung über diese Ausstellung.

Beitragsfoto: Hannes Woidich / DASA.

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