IS nutzt deutschen Neonazi-Internetdienst aus Dortmund

Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) nutzt bei ihren E-Mails einen Internetdienst deutscher Neonazis. Das haben Recherchen des ARD-Politikmagazins „Panorama“ ergeben. Betrieben wird das Netzwerk vom führenden Dortmunder Rechtsextremen Dennis Giemsch, heißt es. Er war Anführer der 2012 verbotenen Gruppe „Nationaler Widerstand Dortmund“ und gilt als Schlüsselfigur des rechtsextremen Internet-Netzwerks. Außerdem wird das Netzwerk auch von Duisburger Rechtsextremen genutzt, wie die Recherchen ergeben.

Das Netzwerk gilt als sehr sicher. Der Service „0x300“ ermöglicht eine verschlüsselte Informationsvermittlung, weil keine IP-Adressen gespeichert werden. Außerdem steht der Server in den USA, dadurch gelten andere Regelungen. Das hat gegenüber des Standorts Deutschland Vorteile für die extremen Gruppen, weil in den USA Vieles, was in Deutschland als Volksverhetzung strafbar ist, unter Meinungsfreiheit fällt.