„Komm, spiel mit!“ – Spieltage 2011 in der Messe Essen

Vom 20. Bis zum 23. Oktober 2011 finden die Internationalen Spieltage SPIEL’11 in der Messe Essen statt. Zum 29. Mal können die Besucher der weltweit größten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele die ausgestellten Produkte nicht nur kaufen, sondern auch vor Ort spielen. Das Angebot ist umfassend: Von Karten- bis Brettspiel, vom einfachen Kinder- oder Familienspiel bis zum langwierigen Strategiespiel ist alles dabei.

Mit 810 Ausstellern auf 46.000 qm sind die Internationalen Spieltage so groß wie nie zuvor. Foto: Tanja Denker

Mit 810 Ausstellern auf 46.000 qm sind die Internationalen Spieltage so groß wie nie zuvor. Foto: Tanja Denker

Im vergangenen Jahr kamen 154.000 Besucher zur Messe in Essen. Auch in diesem Jahr stehen schon viele an, bevor die Spieltage um zehn Uhr öffnen. Mit 810 Ausstellern und einer Ausstellungsfläche von 46.000 Quadratmetern in 11 Hallen sind die Spieltage 2011 so groß wie nie zuvor. Außerdem zeigt die Messe erstmals mehr als 750 Spiele-Neuheiten und Weltpremieren.

Sackkarren voller Gesellschaftsspiele

Seit 2004 besuchen Christian und Robin jährlich die Internationalen Spieltage. Sie studieren Geowissenschaften und Angewandte Informatik an der Ruhr-Universität Bochum und an der Universität Duisburg-Essen. Die Studenten haben sich ein Kombi-Ticket für alle vier Ausstellungstage geholt und schon Spiele und Bücher im Wert von über 100 Euro eingekauft. Damit sind ihre Taschen noch vergleichbar leer: Viele Besucher haben extra Sackkarren mitgebracht, die sie von oben bis unten mit ihren Einkäufen beladen.

Auch bei der SPIEL'11 dürfen die Besucher vor Ort die Spiele ausprobieren. Foto: Tanja Denker

Mitarbeiter der Verlage erklären den Besuchern, wie die Spiele funktionieren. Foto: Tanja Denker

Neben Rollenspielen mögen die 25-Jährigen auch Gesellschaftsspiele. Dazu treffen sie sich einmal pro Woche. „Wir probieren alles aus“, sagt Robin. Das gilt auch für die Messe: Nachdem sie sich an einem Stand Eisenhelme und Rüstungen angesehen haben, testen Christian und Robin ein Spiel: „Munchkin Quest“. Als Robin die meisten Monster erfolgreich erledigt und unter anderem dadurch am schnellsten die höchste Spielstufe erreicht hat, ist das Spiel beendet. Ob sie sich das Spiel kaufen, wissen sie noch nicht. „Spaß gemacht hat es auf jeden Fall!“, sagt Christian.

Internationaler als je zuvor

Die schottischen Brüder Fraser und Gordon Lamont wählten als Name für ihre gemeinsame Firma eine Mischung ihrer beiden Vornamen: Fragor Games. Foto: Tanja Denker

Die schottischen Brüder Fraser und Gordon Lamont wählten als Name für ihre gemeinsame Firma eine Mischung ihrer beiden Vornamen: Fragor Games. Foto: Tanja Denker

34 Nationen sind 2011 bei den Internationalen Spieltagen vertreten – damit ist die Messe so international wie nie zuvor. Vor allem osteuropäische Staaten sind 2011 neu dazu gekommen. Die Tschechische Republik präsentiert sich zum Beispiel erstmals in einem Länderpavillion. Internationale Aussteller sind auch Fraser und Gordon Lamont aus Schottland. Seit acht Jahren stellen sie jedes Jahr ein neues Spiel ihres Fragor Games-Verlages vor. Ihr diesjähriges Spiel „Poseidons Kingdom“ richtet sich sowohl an Familien, als auch an professionelle Spieler und ist schon seit August ausverkauft. Dennoch stehen die Brüder inmitten von Paletten mit ihrem Spiel. „Die Spieltage sind die einzige Zeit im Jahr, in der wir unsere Spiele verkaufen“, sagt Gordon Fraser. Gespielt wird an ihrem Stand natürlich auch.

Neben Verkauf und Spielmöglichkeiten bietet die Messe noch ein Rahmenprogramm aus Gesprächsrunden, Workshops, Gewinnspielen, Wettbewerben und Turnieren.  So gibt es beispielsweise über alle vier Tage eine deutsche Memory-Meisterschaft und Samstag auch einen europäischen Memory-Wettbewerb. Zu den zwei großen Dominion- und Carcassonne-Turnieren findet erstmals ein Public Viewing mit Großbildschirmen statt.

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