Drohnenabschuss in Syrien: Neue Spannungen zwischen den USA und Russland

Die Luftwaffe des westlichen Bündnisses um die USA, zu dem auch Deutschland gehört, eine mutmaßlich bewaffnete Drohne des Irans über Syrien abgeschossen. Der Iran zählt wie Russland zu den Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Die Drohne hatte sich angeblich einem Stützpunkt des US-Militärs genähert. Nach dem vorherigen Abschuss eines syrischen Bombers durch die USA und dem Abbruch der Kommunikation zwischen den Militärs beider Länder wird jetzt eine weitere Zuspitzung der Spannungen befürchtet. Die US-geführte Koalition, zu der auch Deutschland gehört, bildet im Militärlager Tanf in der Nähe der Grenze zu Jordanien Freiwillige für den Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ aus. taggesschau.de zitiert eine Stellungnahme der Koalition, die der iranischen Drohne „feindliche Absichten“  unterstellt und so den Abschuss begründet.

Nachdem sich die USA zuvor bemüht hatten, die diplomatischen Spannungen zu Russland nach dem vorherigen Abschuss eines Bombers abzubauen, wird dieses Vorgehen als großes Risiko für die Beziehungen beider Länder angesehen. Laut der Deutschen Welle hatte die US-Luftwaffe am Sonntag (18. Juni 2017) einen syrischen Bomber über der Stadt Rakka abgeschossen.

Die USA begründeten diese Handlung damit, dass der Jet auf einen Stützpunkt der mit den USA verbündeten Rebellen zusteuerte und eine Bedrohung dargestellt hätte. Russland sah in dem Abschuss einen „Akt der Aggression“ und brach den Kontakt zu den USA ab. Außerdem drohte Russland der Koalition um die USA mit einem Abschuss ihrer Flugzeuge, sollten diese sich westlich des Flusses Euphrat aufhalten.