HighTech – das Fußballtrikot der Zukunft

Technik wird auch im Sport immer wichtiger. Ein modernes Analyseverfahren erfasst haargenau die Bewegungsabläufe der Spieler und weiß, wie es um die körperliche Verfassung eines Sportlers steht. Damit ist es schlauer als jeder Erfolgstrainer.

Für das Auge unsichtbar: Ein Trikot voller Technik. Foto:Uni Paderborn

Für das Auge unsichtbar: Ein Trikot voller Technik. Foto:Uni Paderborn

Es klingt ein bisschen nach Zukunftsmusik, ist aber ziemlich real: Ein Trikot, das die wichtigsten physiologischen Daten eines Sportlers an den Trainer übermittelt – und das während das Spiel noch läuft. Bei einer Überbelastung des Spielers kann der Trainer so sofort reagieren, und damit wird das Verletzungsrisiko minimiert.

Obwohl die Trikots ganz normal aussehen, steckt jede Menge Wissenschaft und Technik in ihnen: sie enthalten unter anderem Herzfrequenzelektroden und einen Temperaturmesser. Durch ein Modul am Trikot werden die Daten der Spieler drahtlos über Funk übertragen. Ein Programm wertet die Daten aus und bestimmt so die innere Beanspruchung des Kickers. So weiß der Trainer genau, wann der optimale Zeitpunkt ist, um den Spieler auszuwechseln. Der Erfolg einer Mannschaft wird im Idealfall maximiert, die Verletzungsquote minimiert.

Zusätzlich arbeiten die intelligenten Trikots mit einem Videotrackingsystem zusammen. Zwei Kameras erfassen die genaue Position jedes Spielers auf dem Feld und verfolgen seine Bewegungen. Ein Programm wertet die Daten in Echtzeit aus und leitet daraus die äußere Spielbelastung ab. Wie sehr steht der Spieler gerade in diesem Moment unter Druck? Wie viel Nähe hat er zum Gegenspieler? All diese Faktoren bestimmen das Resultat. Und gerade für die Analyse nach dem Spiel hat die Entwicklung Vorteile: Jeder Schritt eines Spielers kann zurückverfolgt werden, die Fehleranalyse wird somit exakter als zuvor.

In Deutschland ist Werder Bremen der einzige Verein, der ein ähnliches System einsetzt – der Erfolg der letzten Saison könnte also auf jede Menge Technik zurückzuführen sein.