Studienabbrecher sollen Azubis werden

NRW. Laut mehreren Medienberichten möchte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) mehr Studienabbrecher zu einer betrieblichen Ausbildung bewegen. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte sie, dass bereits erbrachte Hochschulleistungen auf die Ausbildung angerechnet werden sollten. Sie sterbt Pilotversuche an.

Auslöser war der jüngste Berufsbildungsbericht, den Wanka am Mittwoch (16. Mai) dem Kabinett vorlegte. Demnach liegt die Studienabbrecherquote in den Bachelor-Studiengängen bei 28 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um über 3 Prozent.

Studienabbrecher müssen laut Wanka besser über die Alternativen der beruflichen Ausbildung informiert werden. Außerdem sollen Hochschulleistungen auf die Ausbildung angerechnet werden können. Wenn jeder Studienabbrecher in einer fachähnlichen Ausbildung bei Null anfangen müsse, sei das eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen, so Wanka gegenüber der dpa. Als Beispiel nannte sie die Schlosser-Lehre nach einem begonnenen Maschinenbaustudium.

Hintergrund ist der demografische Wandel. Laut dem Berufsbildungsbericht müssen sich Betriebe auf weniger Bewerber auf Ausbildungsplätze einstellen, da die Zahl der Schulabgänger aufgrund der geringen Geburtenrate sinkt.

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