LKW rast auf Berliner Weihnachtsmarkt

Am Montagabend (19.12.) ist ein LKW gegen 20 Uhr auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gerast. Dabei sind mindestens zwölf Menschen getötet worden, wie der Deutschlandfunk berichtete. 49 weitere seien teilweise schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Der Sattelschlepper fuhr über eine Strecke von 50 bis 80 Metern über den Markt.

Die Polizei Berlin teilte auf Twitter mit, dass sie von einem Terroranschlag ausgeht: „Alle polizeilichen Maßnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag am Breitscheidplatz laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt.“ Den mutmaßlichen Täter konnte die Polizei kurz nach der Tat in der Nähe der Siegessäule festnehmen. Er kam vermutlich im Dezember 2015 über Passau nach Deutschland, wie das RBB-Inforadio berichtete. Derzeit wird er noch verhört.

Im Führerhaus des LKW fand die Polizei außerdem einen Toten. Nach Polizeiangaben handelt es sich dabei um einen Polen. Der polnische Spediteur, dem der LKW gehört, erklärte in einem Fernsehinterview, dass er seit Montagnachmittag keinen Kontakt mehr zu seinem Fahrer gehabt habe. Der LKW wird nun geborgen und untersucht. Die weiteren Ermittlungen führt die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe. 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière veranlasste am Dienstagvormittag eine bundesweite Trauerbeflaggung. Die Dortmunder Schausteller haben für Dienstagabend um 18 Uhr zu einer Schweigeminute auf der Bühne am Alten Markt aufgerufen. Die Beleuchtung am Weihnachtsbaum wird dann für eine halbe Stunde ausgeschaltet. Die Dortmunder Polizei berät seit Montagabend über weitere Sicherheitsmaßnahmen, wie die Ruhrnachrichten berichten. Die WAZ meldete, ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf habe noch in der vergangenen Nacht erklärt, dass die Polizeipräsenz auf den Weihnachtsmärkten in NRW verstärkt werde. Außerdem werden die Beamten schwerer bewaffnet kontrollieren, wie NRW-Innenminister Ralf Jäger am Dienstagmorgen bei WDR 5 sagte.