DFB Museum: Der Entwurf steht

Am Mittwoch haben Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) und der Geschäftsführer des Architektenbüros HPP den Entwurf für das DFB-Museum in Dortmund vorgestellt. Jogi Löws blauer Glückspullover ist schon im Besitz des Fußballmuseums. Im Rahmen des Länderspiels in Düsseldorf wurde dieser feierlich an das Museum überreicht. Doch wie wird die neue Heimat des Pullovers eigentlich aussehen?

Der Entwurf vom Architektenbüro HPP hat sich gegen insgesamt 23 andere Entwürfe durch. Foto: Emmanuel Schneider

Die wichtigsten Vertreter der Stadt, DFB und dem Architektenbüro präsentierten den Gebäudeentwurf. Foto: Emmanuel Schneider

„Der zweite Meilenstein ist geschafft“, sagte der Schatzmeister des DFB Horst R. Schmidt. Nach dem Konzept der Austellung steht nun auch fest, wie das Gebäude aussehen soll. Das Architektenbüro HPP aus Düsseldorf ging als Sieger aus dem Verhandlungsverfahren der Stiftung DFB-Fußballmuseum und den drei prämierten Architektenbüros hervor. Der Entwurf der HPP hatte sich gegen insgesamt 23 andere Architektenbüros durchgesetzt. Der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund sagte, dass sich der beste Beitrag zu diesem Thema durchgesetzt habe. „Mit dem Entwurf haben wir einen Treffer gelandet“, sagte Sierau weiter. Auch Manuel Neukirchner, Sprecher der Geschäftsführung des DFB-Museums, fügte hinzu: „Wir sind absolut zufrieden.“

Transparenz vs. Geschlossenheit

Der HPP-Museumsentwurf besteht aus einer Art Doppelstruktur. Im Foyer und dem Eingangsbereich wird eine transparente und luftige Stimmung herrschen, geschaffen durch den Bau einer gläsernen Fassade. „Wir wollten keine Barriere erschaffen, die Stadt geht gewissermaßen durch das Museum hindurch“, erklärte Gerhard G. Feldmeyer, der Architekt von HPP. Im Gegensatz zum unteren Teil des Gebäudes, ist der obere Körper ein geschlossener Raum. In diesem Abschnitt wird die Dauerausstellung beheimatet sein. An der Stirnseite des Museums wird eine 25 mal 8 Meter hohe Leinwand integriert sein. Dieser „Giant Screen“ soll für visuelle Effekte sorgen und kann auch für Spielübertragungen sowie Public Viewing genutzt werden. Anwendung könnte diese LED-Leinwand auch bei anderen Events finden. „Zum Beispiel bei Kinovorstellungen“, sagte Feldmeyer. Ziel ist es, die Fläche vor dieser Leinwand als „Balkon Dortmunds“ zur Geltung zu bringen. Auch die Längsseite des Museums soll lebendig werden: Die perforierten Metallfassaden des Gebäudes könnten mit Bildern anzeigt oder mit austauschbaren Grafiken bespielt werden. Der Architekt sprach hierbei von einer „sprechenden Fassade“. Kursierende Vorwürfe, das Museum würde anderen Museumsbauten sowie in Stuttgart und Liverpool ähneln, wies Feldmeyer zurück.

Perfekt fürs Public Viewing: Der LED-Screen an der Stirnseite. Quelle: HPP Architekten

Diese Leinwand (Animation) an der Stirnseite des Museums ist für Public Viewing gedacht. Quelle: HPP Architekten

Kostenrahmen soll eingehalten werden

Feldmeyer ist sich sicher, dass sich das DFB-Museum zum meistbesuchten Museum in Deutschland entwickeln wird. Er ist sich aber bewusst: „Die Arbeit hat gerade erst angefangen“. Momentan befinden sich die Architekten von HPP noch in der Vorentwurfsphase. „Auch der Kampf ums Budget wird uns permament begleiten, das wird an der einen oder anderen Stelle auch weh tun“, weiß der HPP-Architekt. Denn OB Sierau und Manuel Neukirchner betonten erneut, dass der Kostenrahmen von insgesamt 36 Millionen Euro definitiv eingehalten werden müsste. Für die Baukosten sind rund 15 Millionen Euro veranschlagt worden.

Gerhard G. Feldmeyer (rechts) ist stolz darauf, das Museum realisieren zu dürfen. Foto: Emmanuel Schneider

Gerhard G. Feldmeyer (rechts) ist stolz darauf, das Museum realisieren zu dürfen. Foto: Emmanuel Schneider

Doch bevor das rund 7.000 quadratmetergroße DFB-Museum in dieser Form Gestalt annimmt, wird es noch dauern. Laut Manuel Neukirchner erfolgt der Spatenstich nach Planungs- und Genehmigungsphase spätestens im dritten Quartal 2012. Hierfür muss der Busbahnhof auf die Nordseite des Hauptbahnhofs verlegt werden. Bis Ende 2014 könnte das Museum fertig sein, also etwas später als bisher geplant. Dann hat auch Jogis Pulli endlich ein neues Zuhause.

Die neueste Animation des Architektenbüros HPP für den Gebäudeentwurf des DFB-Museums in Dortmund:

[youtube UYrTvSmLxkI]

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