Kultusminister rechnen mit 50.000 Studenten mehr

BERLIN. Die Kultusminister der Länder rechnen im kommenden Jahr mit einem zu geringen Angebot an Studienplätzen.

Bis zu 50 000 zusätzliche Studenten werden sich nach Einschätzung der Minister ab Mitte 2011 an den Hochschulen bewerben. Ursächlich für den Anstieg an Studienanwärtern sei die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes. Hinzu kommen die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen.

Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, fordert, den Universitäten im Rahmen des geltenden Hochschul­paktes nötige Gelder eher zur Ver­fügung zu stellen als bisher geplant. Man brauche mehr Personal in der Lehre und kleinere Lerngruppen. Wegen der ­Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes sei dies nun noch dringender als zuvor.

An den Ruhr-Universitäten wird die Lage bislang als unproblematisch eingestuft. Alle drei Hochschulen gehen davon aus, die zusätzlichen Studenten unterbringen zu können.