Dortmunder Kulturausschuss berät über verschwundene Kunstwerke

Der Kulturausschuss der Stadt Dortmund berät am Dienstag (20. Juni 2017) über rund 100 verschwundene Kunstwerke aus dem Museum Ostwall. Die Stadt soll das Verschwinden der Kunstwerke verheimlicht haben.

Nach Angaben des WDR weiß die Stadt Dortmund schon seit 2009 von den verschwundenen Werken. Vor dem Umzug des Museums Ostwall in den Dortmunder U-Turm sei damals nämlich eine Inventur durchgeführt worden. Bis heute gibt es jedoch noch keine offizielle Erklärung der Stadtverwaltung. Bekannt geworden war das Verschwinden im vergangenen Jahr, nachdem ein Wirtschaftsprüfer festgestellt hatte, dass aus dem städtischen Besitz über 600 Skulpturen und Gemälde fehlen. Der Chef der städtischen Kulturbetriebe hatte damals zugegeben, dass rund 500 Werke verschwunden seien. Die verschwundenen Werke aus dem Museum Ostwall hatte er nicht erwähnt.

Einige Werke sollen beschädigt sein und stehen aus diesem Grund nicht mehr in der städtischen Bilanz. Die Fraktionen von CDU und Grünen im Dortmunder Stadtrat planen, nach der Sitzung am Dienstag einen Rechnungsprüfer einzuschalten.

 

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