Hohe Handystrahlung behindert Lernprozesse

Bochum. Ist Handystrahlung schädlich? Dieser Frage gehen viele Forscher weltweit nach – so auch die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Sie haben jetzt herausgefunden: Besonders starke Handystrahlung kann Lernprozesse im Gehirn beeinträchtigen – zumindest bei Ratten.

Die Forscher haben die Tiere der Wirkung von elektromagnetischen Feldern ausgesetzt und die Reaktionen beobachtet. Besonders starke Felder beeinflussten signifikant das Lernen und die Gedächtnisbildung, schwache Felder hingegen führten zu keiner messbaren Beeinträchtigung. Nora Prochnow von der Medizinischen Fakultät an der RUB gesteht jedoch: „Diese Ergebnisse kann man nicht ohne Weiteres auf Menschen übertragen. Aber sie zeigen am Tiermodell, dass elektromagnetische Felder im Prinzip Lernprozesse im Gehirn beeinträchtigen können.“

Sorgen braucht man sich aber trotzdem nicht zu machen: Menschen sind beim Telefonieren sehr schwachen Feldern ausgesetzt. Diese zeigten auch bei den Ratten keine Wirkung.

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