In Zukunft „Theater Ruhr“?

Essen. Die Theater im Ruhrgebiet beraten über Kooperationsvorschläge, die aus einem Gutachten des NRW-Kultursekretariats hervorgehen. Die Städte Dortmund, Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Oberhausen wollten herausfinden, inwieweit Einsparungen durch eine Zusammenarbeit der Bühnen im nicht-künstlerischen Bereich möglich sind. Die Ergebnisse wurden gestern in Essen vorgestellt.

Demnach haben die Stadttheater im Ruhrgebiet nur wenig Spielraum, Geld zu sparen. In den Bereichen Einkauf und Marketing sowie im Investitionsbereich sei eine begrenzte Zusammenarbeit möglich. Die Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Logistik beschränken sich auf einzelne Theater. Eine Kooperation in Verwaltungsangelegenheiten sei nicht sinnvoll. Aus dem Gutachten gehen zudem einige konkrete Handlungsvorschläge hervor: Es empfiehlt eine gemeinsame elektronische Einkaufsplattform und für den Bereich Marketing die Einführung eines gemeinsamen Call-Centers. Eine interkommunale Fachgruppe könnte zukünftig gemeinsam mit den Städten und Theaterhäusern über Bau-Investitionen entscheiden. Denkbar ist außerdem eine gemeinsame Dachmarke zur Vermarktung der Ruhrgebiets-Bühnen. Sie soll den Namen „Theater Ruhr“ tragen. Über die Umsetzung der Ideen wollen die einzelnen Theater in den nächsten Wochen entscheiden.

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