Industriekultur auf dem Fahrrad

Die Route der Industriekultur bietet begeisterten Fahrradfahrern oder Wanderern nicht nur eine gute Möglichkeit, verschieden schwere und abwechslungsreiche Routen zu wählen. Sie bekommen auch einen Einblick in die kulturelle Vielfalt des Ruhrgebiets und können seine Geschichte Kilometer für Kilometer entdecken. Zur Auswahl stehen dafür zwölf Themenrouten. Allein der Straßenrundkurs für Autofahrer ist mehrere Hundert Kilometer lang und für Fahrradfahrer gibt es ein Radwegnetz von 700 Kilometern Länge. Darauf sind über zwanzig bedeutende Ankerpunkte, wie das Deutsche Bergbau-Museum, die Zeche Zollern in Dortmund oder der Landschaftspark Duisburg-Nord verteilt.

Es gibt sie noch: Bergbauhelme im Landschaftspark Duisburg Teaserbild und Foto: Hendrik Pfeiffer

Es gibt sie noch: Bergbauhelme im Landschaftspark Duisburg. Teaserbild und Foto: Hendrik Pfeiffer

Eine wichtige Achse der Radwege ist der Emschertal-Radweg mit einer Länge von 230 Kilometern. Er verläuft durch das Herz des Ruhrgebiets und verbindet Natur mit den imposantesten Industriemonumenten. Wer sich für die alte Kohleindustrie und –verarbeitung interessiert, sollte auf diese Tour nicht verzichten.

Der Rundkurs Ruhrgebiet ist mit 350 Kilometern noch etwas länger, kann aber durch die vielen Querverbindungen gut individuell gekürzt werden. Er führt – wie der Name schon sagt – um das Ruhrgebiet herum und zeigt besonders gut die verschiedenen Epochen und Entwicklungen der Industriekultur im Ruhrgebiet. Außerdem kann man sich ein sehr gutes Bild von den lokalen Unterschieden in den einzelnen Städten machen.

Der Ruhrtal-Radweg ist zwischen Duisburg und Schwerte identisch mit dem Rundkurs Ruhrgebiet. Nach Osten hin ist er aber ein direkter Anschluss an das Hochsauerland und durch das „Bett & Bike“-Angebot besonders für mehrtägige Touren durch beide Regionen interessant.

Egal ob sportliche Herausforderung oder Kultur pur, es ist für jeden etwas dabei. Genau das soll auch so sein, denn auf der Homepage wirbt die Route der Industriekultur mit dem Spruch „Die ehemaligen Produktionsstätten sind keine Orte wehmütiger Erinnerung, sondern lebendige industriekulturelle Räume […] mit touristischer Anziehungskraft.“

Wenn Sie mehr wissen und vor allem sehen wollen, bekommen Sie in dem Video einen kleinen Vorgeschmack mit einigen Orten, die sich mir nach meiner Radtour am meisten eingeprägt haben.

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