Nach Attentat: Reker gewinnt Wahl in Köln

Henriette Reker hat am Sonntag die Wahl zum Oberbürgermeister in Köln gewonnen. Nur einen Tag nach der Messer-Attacke, bei der die Politikerin schwer am Hals verletzt wurde, erreichte sie die absolute Mehrheit. Gegen den mutmaßlichen Attentäter wird weiter ermittelt.

Insgesamt 52,7 Prozent der Stimmen entfielen bei der Wahl auf die gemeinsame Kandidatin von CDU, Grünen und FDP. Damit verliert die SPD nach Oberhausen und Bonn die dritte NRW-Hochburg in diesem Jahr. Wann Henriette Reker ihr Amt voraussichtlich antreten kann, ist nach Angaben der behandelnden Ärzte noch unklar. Noch befindet sich die 58-Jährige im künstlichen Koma.

Die Wahlbeteiligung in Köln lag in diesem Jahr bei 40 Prozent und damit neun Prozent niedriger als bei der letzten OB-Wahl vor sechs Jahren. Die eigentlich für Mitte September geplante Wahl musste zweimal verschoben werden, da die Bezirksregierung Köln jeweils die Stimmzettel beanstandet hatte. 

Am Samstag war Reker bei einer Wahlkampf-Veranstaltung auf dem Kölner Wochenmarkt in Braunsfeld von einem 44-Jährigen niedergestochen worden. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter wegen versuchten Mordes erlassen. Laut Polizei gab dieser fremdenfeindliche Motive an.

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