Schrottplatz-Brand: Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Essen. Nach dem Brand auf dem Schrottplatz am frühen Sonntag morgen in Essen-Kray, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Sowohl ein technischer Defekt als auch Selbstentzündung könnten ausgeschlossen werden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass der Schrottplatz mit PCB belastet sein könnte.

Die Rauchwolke breitete sich über weite Teile des Ruhrgebiets aus. Anwohnern wurde bis zum Nachmittag geraten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zwar wurde in der Luft eine geringe Chlor-Konzentration gemessen, diese soll aber keine Gefährdung für die Bevölkerung darstellen. Chlor in der Luft deutet oftmals auf eine PCB-Belastung hin. Ob diese krebserregenden polychlorierten Biphenyle (PCB) bei dem Brand entstanden sind, steht derzeit noch nicht fest.

An die 100 Feuerwehrmänner waren für Löscharbeiten im Einsatz, der Schaden wird auf 50.000 bis 100.000 Euro geschätzt. Sollte eine Belastung mit PCB festgestellt werden, könnten diese Ziffern nach oben korrigiert werden, weil der Schrotthaufen abgetragen werden muss. Ansonsten soll das Gemisch aus Aluminium, Kupfer und Eisen weiterverarbeitet werden.

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