Resolution zum Hochwasserschutz

Bochum. 16 Professoren der Lehrstühle für Wasserbau und Ingenieurhydrologie aus ganz Deutschland haben eine Resolution zum aktuellen Thema Hochwasserschutz verfasst. Die Initiative geht auf den Bochumer Professor der Ingenieurwissenschaften Andreas Schumann zurück. Gemeinsam fordern die Wissenschaftler eine Verbesserung des Hochwasserschutzes und bieten dafür ihren Sachverstand und ihre Mitarbeit an.

Die momentane Forderung nach „mehr Raum für Flüsse“ , heißt es in der Resolution der 16 Professoren, wird der aktuellen Problemlage nicht gerecht und lenkt sogar von möglichen Lösungsansätzen ab. Stattdessen machen die Forscher deutlich, dass es außer der Hochwasserschutz vor allem die Risikobereitschaft und Mitwirkung der Gesellschaft braucht. Einen vollständigen Hochwasserschutz halten sie zudem für „ökonomisch nicht sinnvoll“ und bezweifeln die technische Umsetzung. Schließlich kann ein Hochwasserschutz auch immer versagen, womit ein Restrisiko bestehen bleibt. Deshalb fordern die Professoren in der Resolution außer dem eigentlichen technischen Hochwasserschutz auch die nötige Hochwasservorsorge sowie Katastrophenabwehr. Somit kann gegen die Folgen des Hochwassers – trotz eines Versagens der technischen Systeme – besser vorgegangen werden.

Außer dem Umgang mit Risiken fordern die 16 Professoren besonders eine Offenheit im Denken, Realitätsbewusstsein sowie die Kraft zur Veränderung – nur so halten sie eine Verbesserung des derzeitigen Hochwasserschutzes für möglich. Zunächst brauche es aber das Bewusstsein der Menschen, dass Hochwasserschutz keine von Zeit zu Zeit wiederkehrende Aufgabe ist, sondern in weiten Bereichen unseres Landes zur Daseinsvorsorge zählt.

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