Westfalenhallen: Mal kreativ sein

Ob man sich über kreative Neuheiten informieren, Kreativtechniken kennen lernen oder für Zuhause und Beruf einkaufen wollte: Auf der „Creativa 2013“ konnte jeder Besucher etwas für sich finden. Bereits zum 32. Mal öffnete Europas größte Messe für kreatives Gestalten in den Westfalenhallen ihre Türen. Mehr als 78 000 Besucher waren von Mittwoch, 13. März, bis Sonntag, 17. März 2013, dabei.

Wo liegt der Unterschied zwischen Handweberei und Textildesign? Was kann man aus Glasperlen machen? Zum ersten Mal wurde das pädagogische Bildungsangebot der Messe in der „Creativa professional“ mit Vorträgen und Workshops gebündelt. Insgesamt 38 Vorträge, Mit-Mach-Aktionen und Arbeitskreise umfasste das Bildungsprogramm, das nicht nur von Profis, sondern auch von Kindern genutzt werden konnte. Kleine Besucher konnten, beispielsweise, ein neues Bild für ihr Kinderzimmer erschaffen oder nähen lernen. Schüler hatten außerdem die Möglichkeit, in unterschiedliche kreative Berufe reinzuschnuppern. Die „Creativa professional“ wurde durch den Ideellen Träger, den Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW, die Initiatoren des Forums Textile Handwerke, das Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn, den Verein Weben, die Patchwork Gilde und die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH unterstützt und gefördert.

Kreativität studieren

Necla Kunc und Esmer Jermice vertreten auf der Creativa die Universität Osnabrück.  Fotos: Olga Kourova

Necla Kunc und Esmer Jenirce vertreten auf der Creativa die Universität Osnabrück. Fotos und Teaserbild: Olga Kourova

Nicht nur private Händler, auch einige Hochschulen haben an der Creativa teilgenommen. So wie die Universität Osnabrück. „Wir sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei und wollen den Besuchern zeigen, wie vielfältig das kreative Gestalten sein kann“, sagt Necla Kunc, Master-Studentin an der Uni Osnabrück. „Außerdem haben wir das Ziel, unseren Studiengang Textiles Gestalten in die Öffentlichkeit zu bringen und neue Bewerber anzulocken“, ergänzt Bachelor-Studentin Esmer Jenirce. Der Fokus des Faches liegt auf den Inhalten der Sachwelt und Lebensgestaltung, so dass vielfältige Bezüge zu fächerübergreifenden Fragestellungen vorhanden sind, etwa Interkulturelle Bildung, Menschenbild und Mode. Um das Fachangebot anschaulich zu machen, hat die Universität Osnabrück auf der Messe die besten und kreativsten Arbeiten der Studierenden präsentiert. Zum Beispiel einen Koffer, der zu einem Sessel umfunktioniert wurde oder Kleider aus unterschiedlichen Stoffen und anderen Materialien wie Papier. „Das sind die Abschlussarbeiten, die Studierende außer einer Bachelor-Arbeit als Prüfungsleistung machen sollen“, so Esmer Jenirce.

Über 700 Aussteller aus insgesamt 16 Ländern waren in diesem Jahr auf der Creativa vertreten. „Mit diesem Ergebnis konnten wir unsere europäische Spitzenposition weiter ausbauen. Die Creativa hat wieder einmal bewiesen, dass die Trends der Kreativ-Branche hier zuhause sind und auch fachlich orientierte Besucher hier gut aufgehoben sind“, so Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH.

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