Machtspiele im Kriegsgebiet

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In dem Actionthriller Green Zone bekommt ein Gefühl für die Machtspiele im Kriegsgebiet. Die Lügen und Machenschaften von Beamten der Regierung und das der eigentliche Freund schnell zum Feind wird. Die Suche nach der Wahrheit wird zu hektischen Verfolgungsjagd.

Gestern  (18.März 2010) lief der neue Film von Paul Greengrass an. Der Macher
von Die Bourne Verschwörung und Das Bourne Ultimatum bringt wieder einen rasanten
Actionthriller auf die Leinwand. In der Hauptrolle Matt Damon als Roy Miller.
Der Film spielt im Frühjahr 2003 und zwar in Bagdad. Klingt nach einer langweiligen Kriegsballerei.
Ist es aber nicht. Denn es „ist kein Film über den Krieg im Irak“, sondern „es ist ein Thriller, der im Irak spielt und das ist ein ganz anderer Ausgangspunkt“, betont Paul Greengrass.

Die Handlung

...aber es sind nicht die Massenvernichtungswaffen.

...aber es sind nicht die Massenvernichtungswaffen.

US-Offizier Roy Miller ist mit seinem Team auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen, dem eigentlichen Grund des Irakkrieges.
Aber genau hier ist das Problem. Es gibt keine Massenvernichtungswaffen.
Immer wieder werden sie zu angeblichen Produktionsstätten geschickt, doch hier finden sie meist nur leere Fabrikhallen.
Miller ist frustriert und beginnt die Missionen zu hinterfragen. Per Zufall wird er Zeuge eines Treffens von hohen irakischen Köpfen.
Genau hier bekommt Miller Informationen in die Finger, die von hohem Interesse für Feind und Freund sind. Gerade der Pentagon-Beauftragte Clark Poundstone ist auf einmal sehr an dem Offizier interessiert. Doch auch die Journalistin des „Wall Street Journal“ will unbedingt mehr Informationen von Roy Miller. Miller findet sich in einem immer tieferen Netz von Lügen und Intrigen wieder. Bei der er nicht genau weiß, wem er wirklich vertrauen kann.

Nichts fürs Kuschelkino

Paul Greengrass gelingt ein sehr rasanter Film. Die hektische Kameraführung ist in Teilen des Films allerdings auch zu übertrieben und der Zuschauer fühlt sich plötzlich völlig verloren im Gewirr der Bilder. Trotz der Länge von 115 Minuten gibt es keine Längen und der Zuschauer kommt kaum zum durchatmen. Wer also Lust auf einen ruhigen Kinoabend hat, sollte sich einen anderen Film aussuchen.
Greengrass zeigt in Green Zone wieder sein Können, was Hektik und Unruhe angeht.

Buch als Inspiration

Der Film basiert auf dem Buch Imperial Life in the Emerald City: Inside Iraq’s Green Zone von Rajiv Chandrasekaran.
Der Redakteur berichtet in seinem Werk über die Situation in der „Green Zone“. In dieser Zone rund um den Regierungspalast in Bagdad haben sich die hohen Beamten und Kommandeure
der USA ihr kleines Paradies mit Pool, Limo und Barbeque erhalten.
Während ausserhalb Chaos und Anarchie herrschen. Das Buch basiert auf wahren Begebenheiten.

Weitere Infos:

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