Leukämien: Essener Forscher isolieren Gen

Duisburg-Essen. Essener Forscher haben zusammen mit internationalen Wissenschaftlern eine Methode für eine neue Therapie gegen Leukämien und Lymphome entdeckt. Die Krebsarten sind mit drei bis fünf Prozent aller Tumore recht selten. Aber in fast 80 Prozent der Fälle versterben die Patienten trotz intensiver Therapie.

Die Forscher untersuchten, wie sich verschiedene Gene bei der Entstehung und Entwicklung von Leukämien auswirken. Dabei zeigte sich, dass die Leukämien in menschlichen erkrankten Zellen ohne ein Gen (Gfi1) zurückgingen. Das war bereits an Mäusen nachgewiesen worden. Die Übertragung auf menschliche Zellen ist ein großer Schritt für eine mögliche Heilung der Leukämien und Lymphome. Nun soll eine Studie an der Universitätsklinik Essen folgen. Sie soll zeigen, ob sich die Erkenntnis in eine erfolgreiche Therapie am Patienten umsetzen lässt.

Die Ergebnisse erschienen in dem renommierten Journal Cancer Cell. Der Erstautor, Cyrus Khandanpour, arbeitet an der Klinik für Hämatologie im Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen. Die Forschung wurde von Tarik Möröy ausgeführt. Bis zum Jahr 2006 lehrte er an der Universität Duisburg-Essen. Danach wechselte er zum kanadischen Institut de recherches cliniques in Montreal.