Stadtentwicklung zum Mitmachen

city2030-ausstellung

Baustellen an jeder Ecke: Das Dortmunder Stadtbild verändert sich ständig. „City2030“ heißt das Konzept, in dem alle geplanten, begonnenen und bereits beendeten Bauprojekte rund um die Innenstadt zusammengefasst werden. Dieses Konzept wird im Rahmen einer Ausstellung in der Berswordt-Halle vorgestellt – mit Möglichkeit zur Mitgestaltung.

Die kleine Ausstellung in der Berswordt-Halle zeigt städtebauliche Schwerpunkte; Wohnen, Arbeiten und Leben in Dortmund stehen dabei im Mittelpunkt. Hierbei liegt der Fokus neben Plänen für Gastronomie und Bürokomplexe auch auf der Grünflächenplanung und Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten.

Die Ausstellung stellt unter anderem verschiedene sogenannte “Räumliche Entwicklungsschwerpunkte” vor, Stadtgebiete die im Zeichen des Wandels stehen. Grundsätzlich soll mit allen Maßnahmen von „City2030“ die Attraktivität, aber auch die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Stadt erhöht werden. Dazu zählen auch Projekte, an denen sich schon öfter der öffentliche Ärger entladen hat – so zum Beispiel an dem U-Viertel oder der Modernisierung des Hauptbahnhofs. Die Aufwertung dieser Gebiete soll bis 2030, unter Mitwirkung der Bevölkerung, verwirklicht werden. “Für diese Großprojekte wünschen wir uns die Kreativität der Dortmunder”, erklärt Susanne Webeling vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt. Das allgemeine Baukonzept würde zwar von der Stadt geplant und getragen, aber gerade für kleinere Projekte innerhalb der Entwicklungsbereiche möchte die Stadt Impulse von den Bewohnern bekommen. Die Stimme des Bürgers ist also gefragt. Wie könnte die Stadt aus ihrer Sicht attraktiver werden?

Auch die Kampstraße soll ein Lifting bekommen

Einige der Bauprojekte seien schon zum Teil fertig oder im Endspurt, zum Beispiel der “Boulevard Kampstraße”, so Webeling. “Der Boulevard soll eine Zone zum Verweilen sein, etwas ab vom Einkaufstrubel.” Kleine Geschäfte und Gastronomie sind für diesen City-Abschnitt vorgesehen. Die Fertigstellung des Boulevards ist für 2019 angesetzt. Susanne Webeling glaubt, dass der Zeitplan realistisch einzuhalten ist, “wenn uns nicht heftige Unwetter oder etwas anderes Furchtbares dazwischenkommen.”

Neue Bauprojekte, Umbauten und der Verkehrsausbau: Mit all diesen Maßnahmen soll die Innenstadt sehenswert und ein Ort der Entspannung bleiben, heißt es in dem städtischen Konzept. Nachhaltiger Verkehr und Stadtbegrünung seien deshalb ein zentraler Punkt der künftigen Stadtentwicklung. Neben zusätzlichen Parkplätzen sind auch neue Stellplätze für Fahrräder geplant. Auch das Kombinieren von Bus, Bahn und Rad soll dabei berücksichtigt werden. Einen Anfang machen da bereits die Fahrrad-Mietstationen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. “Dieses Angebot ist sehr gut angenommen worden, was uns sehr überrascht hat”, berichtet die Stadtplanerin. Aus solchen Beobachtungen könne das Stadtplanungsamt schon viel ableiten.

Bei dieser indirekten Einflussnahme soll es aber nicht bleiben: Deshalb haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Meinungen und Anregungen zum Konzept „City2030“ abzugeben. Dazu liegen in der Ausstellung Handzettel aus und es steht ein Zettelkasten bereit. Die Berswordt-Halle am Südwall 2-4 ist in der Zeit von 6 bis 24 Uhr zugänglich. Bis zum 30.01.2014 steht von Montag bis Samstag, jeweils für drei Stunden täglich, auch ein Ansprechpartner vor Ort für Fragen zur Verfügung.

Foto und Teaserfoto: Linda Hopius

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