Zahl der Hochschulabsolventen seit 2002 verdoppelt

Wiesbaden. Die Zahl der Hochschulabsolventen hat sich in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Das zeigt eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes. Die gestiegene Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen führt das Amt auf die Bologna-Reform zurück. Durch die Umstellung auf das System der gestuften Studiengänge Bachelor und Master könnten Studierende ihr Studium in kürzerer Zeit beenden, teilten die Statistiker mit.

Studierende, die nach ihrem Bachelor- auch noch ein Masterstudium absolvieren, wurden in der Untersuchung allerdings doppelt gezählt, denn es wurden alle Abschlüsse erhoben und nicht nur der höchste. Da viele Studierende erst einen Bachelor und dann noch einen Master machen, erhöht sich allein dadurch die Zahl der Absolventen erheblich. Verglichen wurde das Jahr 2012 mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2002.

Durch die verkürzte Regelstudienzeiten bei Bachelor-Abschlüssen ging die durchschnittliche Studiendauer im Vergleich zum Diplom von 10,6 auf 8,8, Fachsemester zurück. Auch das Durchschnittsalter der Absolventen ist den Untersuchungsergebnissen zufolge gesunken: Waren die Hochschulabgänger vor zehn Jahren im Schnitt 28,1 Jahre alt, sind sie mit 26,6 Jahren heute knapp eineinhalb Jahre jünger.

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