Grüne siegen bei der StuPa-Wahl

Gestern Nachmittag um kurz vor vier haben warfen die letzten Studentenihre Wahlzettel in die Urnen an den verschiedenen Fakultäten der TU Dortmund. Eine stolze Zahl von 22.085 Studenten war aufgerufen vom 14. bis zum 17. Juni aus elf Parteien das neue Studentenparlamen zu wählen. 2.016 haben die Chance genutzt und ein Kreuz gemacht.

Die Wahlhelfer bei der Arbeit. Foto: Kerstin Börß

Die Wahlhelfer bei der Arbeit. Foto: Kerstin Börß

Damit lag die Wahlbeteiligung in diesem Jahr bei 9,3 %. Das ist ein kleiner Anstieg gegenüber dem letzten Jahr, als nur 8,5% der Studenten wählten. Mit dem Topwert von 11,1% aus dem Jahr 2008 kann die Zahl aber nicht mithalten. Trotzdem ist Informatikstudent Eric Tamokoue aus dem Wahlausschuss mit der Beteiligung zufrieden. Überrascht sei er allerdings von dem Wahlergebnis. Denn nachdem die 18 Wahlhelfer gute zwei Stunden ausgezählt hatten, stand fest, dass die Grünen von nun an stolze Besitzer von zehn Sitzen im Studentenparlament (StuPa) sind. Die Partei Multikulti sind mit acht Sitzen zweitstärkste Kraft im 51-Sitz-starken StuPa, die anwesenheitsliste kommt auf insgesamt 12,52%, die JuSos auf 11,97 % .

Nina Wolf von den Grünen ist die große Siegerin der StuPa-Wahl. Foto: Kerstin Börß

Nina Wolf von den Grünen ist die große Siegerin der StuPa-Wahl. Foto: Kerstin Börß

Nina Wolf wusste wohl schon morgens, als sie ein grünes T-Shirt anzog, dass das die Farbe des Tages wird. Die Studentin der Rehapädagogik hat 120 Stimmen erhalten und hat damit das beste Ergebnis aller Bewerber erreicht. Bevor sie mit ihren Parteifreunden den Erfolgsabend im Sonnendeck ausklingen lässt, sagt sie: „Ich freue mich, dass wir Grünen die stärkste Liste sind und uns gegen die Jusos durchgesetzt haben.“ Auf die Ziele ihrer Partei angesprochen, erklärt sie, dass sie gegen Studiengebühren sein und diese solange sie noch da sind zumindest gut verteilen wollen. Außerdem setzen sie sich für eine kinderfreundlichere Uni ein und fordern unter anderem kostenloses Leitungswasser in der Mensa.

Auch Elektrotechnikstudent Sebastian Schramm ist glücklich über das Wahlergebnis. Seine Apfel-Partei, die zum ersten Mal angetreten ist, hat direkt drei Plätze im Studentenparlament ergattert. Vielen Studenten scheint also das Programm, das zum Beispiel längere Öffnungszeiten der Mensa, Freiversuche bei Klausuren und die Möglichkeit zur Notenverbesserung vorsieht, zu gefallen.

Was oftmals etwas untergeht ist, dass neben dem StuPa auch das autonome Frauenreferat und das autonome Ausländerreferat gewählt wird. Das autonome Frauenreferat, für dessen Bewerberinnen nur Studentinnen ihre Stimme abgeben können, beschäftigt sich mit Frauenpolitik an der Uni. Die sieben Auserwählten aus diesem Jahr sind Kristina Rosenthal, Boutaina Ounaceur, Nora Staudenmayer, Jette Knepper, Katharina Reiner und Annika Lomberg.

Das autonome Ausländerreferat besteht immer aus fünf Mitgliedern aus fünf verschiedenen Ländern. In diesem Jahr haben sich Kagan Soydan aus der Türkei, Fiassap Cardious Pomwap aus Kamerun, die Bulgarin Vanya Venkova Vasileva, der Marrokaner Yassine Kebiri und Horatiu Dancu aus Rumänien durchgesetzt.

3 Comments

  • Kerstin Boerss sagt:

    Hallo Johannes,
    Danke für die Hinweise. Ich habe alles geändert.

  • Johannes sagt:

    Sehr geehrte Frau Boerss,

    vielen Dank für Ihren Artikel zur StuPa-Wahl. Es ist schön, dass anscheinend doch noch etwas Interesse an der Hochschulpolitik besteht. Noch schöner wäre es allerdings in meinen Augen gewesen, wenn Sie das von Ihnen verlinkte Wahlergebnis genauer gelesen hätten und Ihren Artikel in drei Punkten anpassen würden.

    1. „Interessant ist zudem, dass knapp 30% aller Mathematikstudenten zur Wahl gingen und nur 4,3% der Studenten der Erziehungswissenschaften und Soziologie den Weg zur Urne fanden.“
    Die Mathematik hat eine Wahlbeteiligung von 11,2 %, die Physik hingegen erreichte 29,2 %.

    2. „Denn nachdem die 18 Wahlhelfer gute zwei Stunden ausgezählt hatten, stand fest, dass die Grünen von nun an stolze Besitzer von zehn Sitzen im Studentenparlament (StuPa) sind. Die Partei Multikulti sind mit acht Sitzen zweitstärkste Kraft und die JuSos kommen auf sechs Plätze im 51-Sitz-starken StuPa.“
    Dieser Abschnitt enthält keinen direkten Fehler. Das die stärkste und zweitstärkste Kraft nach einer Wahl erwähnt werden, ist auch verständlich. Als normaler Mensch würde ich jedoch als nächste Gruppe hier die drittstärkste Kraft erwarten (die Anwesenheitsliste) und nicht die viertstärkste. Zu sehen an den Stimmergebnissen 11,97 % für die Jusos gegenüber 12,52 % für die (anw.).

    3. „Auch Elektrotechnikstudent Sebastian Schramm ist glücklich über das Wahlergebnis. Seine apple-Partei, die zum ersten Mal angetreten ist, hat direkt drei Plätze im Studentenparlament ergattert.“
    Wer in der Zeit der Wahl in der Mensa gegessen hat oder sich die Wahlzeitung durchgelesen hat oder das Wahlergebnis gelesen hat sollte wissen, dass die Partei (eigentlich eher „Liste“) nicht apple heißt sondern Apfel.

    Über eine Korrektur dieser Punkte sowie eine gründlichere Recherche bei weiteren Artikeln würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße
    Johannes

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